Unterschiedliche Ergebnisse
First State sieht in Japan weiter gute Chancen

Für Andrew Dalrymple war der Februar eigenem Bekunden zufolge "ein harter Monat". Der Manager des First State Global Opportunities hat mehr als ein Viertel seines Fondsvermögens in japanischen Aktien investiert, doch die Tokioter Börse dankte es ihm schlecht: Angesichts der Diskussionen über mögliche Zinserhöhungen der japanischen Notenbank knickte der marktbestimmende Nikkei-Index im Monatsverlauf um knapp drei Prozent ein, viele Nebenwerte verloren noch deutlich mehr.

HAMBURG. Trotzdem gelang es Dalrymple, im Februar ein winziges Plus zu erwirtschaften. Mit einem Wertzuwachs von 56,65 Prozent über die vergangenen zwölf Monate führt der Fonds weiter die Riege der global investierenden Aktienfonds an (siehe Tabelle). In seinem positiven Ausblick für die japanische Börse lässt sich der First-State-Manager nicht beirren. "Viele Unternehmen haben ihre Bilanzen nachhaltig in Ordnung gebracht, und die Banken stellen der Wirtschaft wieder Geld zur Verfügung", sagt er. Das unterscheide die aktuelle Situation in Tokio von früheren, im Sande verlaufenen Erholungsphasen.

In der Rangliste weiter nach vorne geschoben hat sich in den vergangenen Monaten der WM Fund Global Growth der Münchener WM Vermögensverwaltung. Ähnlich wie Dalrymple orientiert sich auch WM-Geschäftsführer Wolfgang Mayr an keinem Vergleichsindex, sondern ausschließlich an den bilanztechnischen Kennzahlen potenzieller Kaufkandidaten. Deren Auswahl allerdings überlässt er einem speziellen, von ihm selbst entwickelten Computerprogramm.

Dasselbe Programm zeichnet auch für den in den Jahren 2001 bis 2003 überdurchschnittlich erfolgreichen WM Aktien Global UI verantwortlich, mit dem Mayr bekannt wurde. In den vergangenen zwölf Monaten erzielte dieser Fonds allerdings nur einen Zuwachs von rund 20 Prozent, fast 30 Prozentpunkte weniger als der WM Global Growth.

"Den beiden Fonds liegt ein unterschiedliches Anlageuniversum zu Grunde", erläutert Mayr und verweist auf den Mindestbörsenwert von einer Mrd. Euro, den ein Unternehmen erreichen muss, um sich für die Aufnahme in den WM Aktien Global UI zu qualifizieren. Beim WM Global Growth seien es nur 250 Mill. Euro. Folglich kämen für diesen Fonds weltweit rund 4 900 Titel in Betracht, 1 800 mehr als beim WM Aktien Global UI.

Ein Unterschied, der sich auch in der Ländergewichtung bemerkbar macht: So sind japanische Aktien derzeit zwar in beiden Portfolios übergewichtet, im WM Aktien Global UI allerdings mit insgesamt 19 Prozent deutlich höher. Letztlich hat Mayr zufolge auch eine Rolle gespielt, dass er im letztgenannten Fonds grundsätzlich alle Währungsrisiken absichert. Dies habe sich 2005 angesichts des steigenden Dollars negativ ausgewirkt.

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