US-Pensionsfonds
Calpers setzt auf Immobilien

Strategiewandel beim US-Pensionsfonds Calpers: Nachdem er 2010 noch schmerzhafte Verluste beim Immobiliengeschäft erlitten hatte, investiert der Fonds nun wieder in die Branche. Hedgefonds sind nun wohl kein Thema mehr.
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Der größte US-Pensionsfonds California Public Employees' Retirement System (Calpers) erhöht innerhalb eines Jahres sein Engagement bei Immobilien um etwa sechs Milliarden Dollar, während er mit dem Ausstieg aus Hedgefonds beginnt.

Der 295 Milliarden Dollar schwere Fonds hatte per 31. Juli 8,7 Prozent seiner Gelder in Immobilien investiert. Seitdem ist die Position auf 9,9 Prozent gestiegen und der Fonds hat sich für 2016 ein Ziel von elf Prozent gesetzt, wie aus Dokumenten auf seiner Website hervorgeht.

Der Schritt erfolgt unabhängig von der Calpers-Entscheidung vom vergangenen Monat, sämtliche vier Milliarden Dollar, die der Pensionsfonds in Hedgefonds investiert hatte, abzuziehen. Der Rückzug werde sich über etwa ein Jahr erstrecken und das Board habe noch nicht entschieden, was mit dem Geld geschehen solle, sagte Chief Investment Officer Ted Eliopoulos seinerzeit.

Calpers begann mit der Neuordnung seines Immobilienportfolios, als der Pensionsfonds 2010 einen Verlust von 37 Prozent erlitten hatte. Seinerzeit hatte er spekulative Wohnimmobilien-Investments abgeschrieben, nachdem die Immobilienwerte eingebrochen waren. Im Rahmen der Neuordnung hat sich der Pensionsfonds auf Kern-Investments wie Mietwohnungen, Industrieparks und Einzelhandels-Objekte konzentriert.

Der Strategieschwenk bedeute eine Erhöhung der Investments in Gewerbeimmobilien um 27 Prozent, berichtete das Wall Street Journal. Eliopoulos war im vergangenen Monat nach dem Tod von Joe Dear zum Chief Investment Officer berufen worden. Eliopoulos war zuvor der Leiter des Immobilienbereichs des Pensionsfonds.

Agentur
Bloomberg 
Bloomberg / Nachrichtenagentur

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