Vermögensverwalter werden vorsichtiger
Dachfonds setzen auf japanische Börse

Engagements in japanische Aktien machen sich bezahlt. Das illustriert die aktuelle Hitliste für offensive Dachfonds, die ihren Schwerpunkt auf der Aktienseite setzen.

HB/Dow Jones FRANKFURT/M. So haben Stefan Groskreutz und Hanns Dehndorfer hohe Anteile ihrer Gelder in japanische Aktienfonds investiert. Groskreutz, Berater des Nord-Primus- Chance, kommt dank eines Zwölfmonats-Wertgewinns von 25,76 Prozent auf den fünften Platz. Bei Dehndorfer, verantwortlich für den Fürst Fugger Wachstum OP, reichen 26,41 Prozent sogar zum vierten Rang.

„Beide Fonds haben ihre Wertentwicklung durch robuste Engagements in Japan und den Schwellenländern erzielt. Dass damit ein gewisses Risiko verbunden ist, muss Anlegern, die in diese Produkte investieren, klar sein“, sagt Thomas Portig, Leiter der Fondsanalyse bei H.C.M. Capital Management.

Derzeit besteht das bei der Nordinvest aufgelegte Portfolio von Groskreutz zu 83 Prozent aus Aktien und zu neun Prozent aus Renten. Die Kasseposition macht aktuell satte acht Prozent aus und ist ein Indiz für die gestiegene Vorsicht des Beraters. „Wir haben ab Mai den Anteil der riskanteren Vermögenswerte reduziert und die Aktienquote um rund sieben Prozentpunkte gesenkt“, sagt Groskreutz. Er strich dabei unter anderem die Deutschlandquote sowie die Positionen in Südostasien zusammen. Darüber hinaus hat er sein Engagement bei US-Wachstumswerten reduziert.

Deutlich höher ist mit 97 Prozent die Aktienquote in dem von Oppenheim aufgelegten Fürst Fugger Wachstum OP. Die Kasse macht bei diesem Fonds nur drei Prozent aus. Allerdings hat auch Dehndorfer etwas den Fuß vom Gas genommen und den erlaubten Branchenfondsanteil von zehn Prozent umgekrempelt. Der ACM International Technology sowie der Wasserfonds von Pictet mussten weichen. Neu ins Portfolio kamen dafür der Pictet Biotech und der M&G Global Basics. „Der Technologiesektor erschien uns ausgereizt“, sagt Dehndorfer.

Rund 34 Prozent des Fondsvermögens hat der Berater in Europa investiert, womit diese Region ebenso wie Japan und die Schwellenländer, auf die 14 bzw. 13 Prozent entfallen, übergewichtet ist. Im Nord- Primus-Chance sind 29 Prozent der Mittel in Euroland angelegt, Japan schlägt mit 15 Prozent zu Buche, und die Emerging Markets machen acht Prozent aus. US-Portfolios sind in beiden Fonds unterrepräsentiert.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%