Vorreiter DWS und HVB
Fonds entdecken Derivate

Die deutschen Fondshäuser forcieren den Einsatz von Derivaten. Als Vorreiter gelten dabei die DWS und die Hypo-Vereinsbank (HVB), die in der vergangenen Woche ihre Initiativen vorstellten.

FRANKFURT. Die DWS hat mit „DWS Go“ eine Verbriefungsgesellschaft in Luxemburg gegründet, über die sie Zertifikate lanciert. Die Hypo-Vereinsbank geht einen anderen Weg und etablierte mit „HVB Structured Invest“ eine eigene, ebenfalls in Luxemburg angesiedelte Anlagegesellschaft, die spezielle Fonds mit Derivaten als Kernelemente auflegt.

„Wenn diese Häuser vorpreschen, werden andere folgen“, glaubt Sven Zeller, Partner bei der Kanzlei Clifford Chance. Sebastian Klein, Sprecher der Geschäftsführung von Cominvest Asset Management, rechnet mit „einer zunehmenden Konvergenz der Derivatekompetenz und dem aktiven Anlagemanagement“. Sogar die kleine VCH-Investmentgruppe hat sich gerade in das Zertifikatesegment vorgewagt.

Die Zentralinstitute der Volksbanken und Sparkassen wollen sich allerdings zumindest aus dem Zertifikatsgeschäft heraushalten. Das betonen Hans Joachim Reinke, Vorstand von Union Investment, und Oliver Behrens, Generalbevollmächtigter der Dekabank. Sie verweisen auf die DZ Bank und die Landesbanken als Zertifikatelieferanten für die Institutsgruppen.

Es gibt viele Gründe für den Run auf so genannte strukturierte Produkte, die im Kern auf Terminmarktbausteinen (Derivate) basieren und in verschiedenen rechtlichen Hüllen wie Zertifikaten oder Fonds angeboten werden können. „Strukturierte Fonds mit Zulassung in Luxemburg bieten größere Freiheiten beim Derivateeinsatz“, sagt Hans-Günther Bonk, Bereichsvorstand Investment-Banking bei der HVB. Er und andere Experten versprechen sich davon lukrative Renditen und spezielle Risiko-Ertrags-Profile. Bonk will mit der neuen Einheit auf Fünfjahressicht zehn Mrd. Euro einsammeln.

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