Zwölf-Monats-Vergleich
Dividendenfonds liegen in Euroland weiter vorn

Fondsmanager, die sich in den vergangenen zwölf Monaten in den Mitgliedsländern der Europäischen Union auf Aktien mit hoher Dividendenzahlung konzentriert haben, konnten erneut überdurchschnittliche Erträge erzielen. Gute Ergebnisse ließen sich auch mit einer ganz anderen Strategie erzielen.

HAMBURG. Der BWI-Dividenden-Strategie Euro von BW-Invest und der FT Euro High Dividend belegten in ihrer Vergleichsgruppe "Aktien Euroland" im genannten Zeitraum die Plätze fünf und sechs (Tabelle). Noch besser entwickelten sich die börsengehandelten Indexfonds I-Shares DJ Euro Stoxx Select Dividend der Barclays-Tochter I-Shares und der Dow Jones Euro Stoxx Select Dividend 30 von Indexchange. Beide Fonds bilden den gleichnamigen Teilindex aus der Euro-Stoxx-Familie von Dow Jones nach und erzielten damit einen Zuwachs von 32,53 beziehungsweise 31,31 Prozent.

Gute Ergebnisse ließen sich auch mit einer ganz anderen Strategie erzielen. So gibt es etwa beim Drittplatzierten HSBC Trinkaus Laplace Euroland Equity von Inka so gut wie keine Überschneidung mit dem Euro Stoxx Select Dividend. Stattdessen vertrauen die Fondsberater André Werner und Christoph Singer von der Laplace Finanzconsulting GmbH in München einem mathematischen Modell, das aus 1 800 Euroland-Aktien 25 Titel auswählt und mit jeweils vier Prozent gewichtet. Dabei spielen vor allem drei Faktoren eine Rolle: die Liquiditätsflüsse in eine Aktie, ihre relative Stärke und das Marktumfeld für Standard- und Nebenwerte.

Wechsel in der Zusammensetzung erfolgen alle vier Wochen, wobei in den vergangenen Monaten Aktien aus Deutschland, Frankreich und Griechenland im Fokus standen. Doch auch Titel aus Österreich und Portugal sind prominent vertreten. Die weiteren Aussichten für die europäischen Aktienmärkte beurteilt das Laplace-Duo unverändert gut. "Der positive Zyklus, in dem wir uns aktuell befinden, könnte durchaus noch bis 2009 andauern", sagt Werner.

Vergleichsweise wenig vom positiven Marktumfeld profitiert hat in den vergangenen zwölf Monaten Pascal Pierre. Der Manager des auf dem viertletzten Platz liegenden HSBC GIF Euroland Value Creation investiert vornehmlich in Wachstumsaktien, die Pierre zufolge zwei Kriterien erfüllen: Der durch die Geschäftstätigkeit generierte Kapitalfluss (Cash flow) muss im Unternehmen reinvestiert werden; und zwar so, dass die Profitabilität nicht beeinträchtigt wird. "Diese Vorgaben erfüllen zum Beispiel Voestalpine, die Deutsche Börse oder die spanische Textilhandelskette Zara", sagt der Manager der französischen HSBC-Tochter Halbis.

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