Zwölf-Monats-Vergleich
Nordea-Fonds begrenzt den Zugang für neue Anleger

Anleger, die sich für einen der erfolgreichsten Europa-Fonds der vergangenen Jahre, den Nordea European Value, interessieren, müssen sich gedulden: Seit Mitte März hat die skandinavische Gesellschaft einen Aufnahmestopp für neue Anleger verhängt. Lediglich bereits investierte Anleger dürfen ihr Engagement in diesem Fonds weiter aufstocken.

HAMBURG. "Das Volumen des Fonds hat sich seit 2002 versiebenfacht, zudem waren die Zuflüsse Anfang dieses Jahres sehr hoch", begründet Fondsmanager Tom Stubbe Olsen die als Soft Closing bezeichnete Maßnahme. In den sechs Wochen seit Schließung des Fonds sank die Kassequote bereits von 25 auf rund 21 Prozent. "Wir haben seither einige Engagements selektiv aufgestockt, aber auch in neue Ideen investiert", sagt Olsen. Bei der Auswahl bevorzugt er Substanzwerte, die mit einem Abschlag von 40 bis 50 Prozent auf ihren inneren Wert gehandelt werden. "Angesichts des Rekordhochs am europäischen Aktienmarkt ist es derzeit sehr schwer, entsprechende Unternehmen zu finden und so die Barquote auf das angestrebte Maß von rund fünf Prozent zu senken", so der Nordea-Manager.

Aktuell verwaltet Olsen rund 3,6 Mrd. Euro in dem Fonds, was ihm in der aktuellen Auswertung von Feri Rating & Research der zehn volumenstärksten Europa-Fonds Rang sieben beschert (Tabelle). Gemessen an der Wertentwicklung der vergangenen zwölf Monate lässt er allerdings mit einem Plus von 14,43 Prozent die anderen neun Schwergewichte hinter sich. Unter 429 Fonds belegt er Rang 143.

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Umgekehrt stellt sich das Bild beim Fidelity European Growth dar: Mit einem Volumen von rund 19 Mrd. Euro ist das Flaggschiff der US-Gesellschaft zwar der größte Europa-Fonds mit deutscher Vertriebszulassung. Doch mit einem Wertzuwachs von 8,73 Prozent lieferte er im Vergleichszeitraum das zweitschlechteste Ergebnis unter den Schwergewichten.

Anders als Nordea sieht Fidelity das hohe Volumen nicht als problematisch an: Statt über ein Soft Closing nachzudenken, hat die Gesellschaft den Fidelity European Growth in einer Anzeigenkampagne sogar massiv beworben. "Eine Schließung war nie ein Thema und wird auf absehbare Zeit auch keines sein", sagt Fidelity-Deutschland-Geschäftsführer Alfred Strebel. Die Schwächephase des Fonds sei überwunden: "Im März gehörte er wieder zu den besten 25 Prozent seiner Vergleichsgruppe." Das gute Abschneiden sei auf den Umbau des Portfolios zurückzuführen. Fidelity-Manager Alexander Scurlock habe seit Übernahme des Fonds vor rund sechs Monaten die Zahl der Titel im Portfolio von 215 auf 156 reduziert und setzt nun verstärkt auf große Unternehmen.

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