Zwölf-Monats-Vergleich
Papiere von Goldminen verlieren kräftig

Von der aktuellen Krise an den Aktienmärkten hat der Goldpreis bisher nicht profitiert: Nach einem Zwischenhoch bei 685 US-Dollar pro Feinunze in der zweiten Julihälfte ging es zunächst einmal abwärts in Richtung 650 Dollar. Noch stärker unter Druck kamen Minenaktien, deren Kurse in der ersten Augusthälfte regelrecht einbrachen.

HAMBURG. Branchenschwergewichte wie Goldcorp oder Gold Fields verloren rund 20 Prozent, Nebenwerte 25 Prozent und mehr. „Die jüngste Korrektur ist normal, da Goldminenaktien kurz- und mittelfristig auch eine Korrelation zu den allgemeinen Aktienmärkten aufweisen“, wiegelt Robert Werthmüller ab. Der zum Berater-Team des Nestor Gold gehörende Edelmetallspezialist sieht darin eine klare Kaufgelegenheit: „Die Unternehmen verdienen heute schließlich etwa gleich viel wie vor einem Monat, und der Goldpreis dürfte mittelfristig wieder steigen.“

Weil der Nestor Gold überwiegend in Wachstumswerte und darüber hinaus bis zu 20 Prozent in junge Explorationsgesellschaften investiert, fielen die Verluste in der ersten Augusthälfte mit minus elf Prozent etwas höher aus als bei anderen Goldfonds. Dennoch gibt sich Werthmüller zuversichtlich, die augenblickliche Spitzenposition unter den in Deutschland angebotenen Goldfonds (plus 22,87 Prozent zwischen August 2006 und Juli 2007, siehe Tabelle) zu behaupten. „Im Vergleich mit den großkapitalisierten Goldförderern haben kleinere Minen eindeutig das höhere Potenzial“, sagt er.

Das sieht Martin Siegel genauso. Der Berater des zweitplatzierten PEH Q-Goldmines profitierte bis Ende Juli nicht nur vom hohen Anteil kleinerer Titel, sondern auch vom Höhenflug beigemischter Basismetallproduzenten wie Mincor oder Sally Malay. „Beide Titel haben sich in weniger als einem Jahr verfünffacht“, berichtet Siegel, der dort in der Zwischenzeit aber Gewinne mitgenommen hat.

Während der Schwerpunkt vieler Goldminenfonds auf kanadischen Werten liegt, ist Siegel mit rund der Hälfte seines Portfolios in Australien investiert. An dieser Übergewichtung will er trotz der in den vergangenen Wochen etwas höheren Verluste festhalten. „Es gibt praktisch zu jedem kanadischen Unternehmen ein gleich gutes, aber billigeres australisches Gegenstück“, sagt er. Dabei sei ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von fünf oder sechs keine Seltenheit.

Ähnlich wie Werthmüller erwartet auch Siegel über kurz oder lang wieder steigende Goldpreise. „Alle positiven Einflussfaktoren für eine langfristige Aufwärtsentwicklung bleiben erhalten“, betont er und verweist auf die Rekordnachfrage nach physischem Gold: „Der Markt ist praktisch leergefegt."

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