Zwölf-Monats-Vergleich
Pictet und DWS sind mit Wasseraktien erfolgreich

Mit dem Rohstoff Wasser lässt sich Geld verdienen. Das zeigt die Erfolgsgeschichte des Branchenfonds Pictet Water: Seit Auflegung im Januar 2000 kletterte der Anteilspreis um 64,90 Prozent, während der MSCI Welt-Index im gleichen Zeitraum mit 1,74 Prozent im Minus lag. Auch in den vergangenen zwölf Monaten ließ der Pictet Water den Index hinter sich, wie die aktuelle Auswertung von Feri Rating & Research unter 447 Branchenfonds belegt:

HAMBURG. So stieg der MSCI Welt um 19,69 Prozent, der Fonds der Schweizer Privatbank Pictet dagegen um 26,34 Prozent (Tabelle). Ähnlich positiv entwickelte sich das Volumen, das sich allein in den vergangenen zwei Jahren auf mehr als vier Mrd. Euro verzehnfacht hat. Damit ist der Pictet Water nach dem MLIIF World Mining von Blackrock bereits der zweitgrößte hier zu Lande angebotene Branchenfonds.

Für sein Anlagesegment sieht Pictet-Manager Hans Peter Portner weiter gute Chancen: "Die Unternehmen aus diesem Bereich weisen im Schnitt ein relativ niedriges Bewertungsniveau auf", sagt er und verweist zudem auf die weltweit steigende Nachfrage nach Wasser. Als positiv wertet Portner auch den Modernisierungsbedarf bei der Wasserversorgung in vielen Regionen: "Das gilt insbesondere für China, die USA, die Golfregion und vor allem Osteuropa", sagt er. Zu seinen Favoriten gehört unter anderem das US-Unternehmen ITT, das sich auf die Wasseraufbereitung spezialisiert hat und aktuell die zweitgrößte Position im Fonds stellt.

Auch im DWS Zukunftsressourcen sind Wasserwerte mit einem Anteil von über 30 Prozent prominent vertreten, und ITT gehört dort ebenfalls zu den größten Positionen. Darüber hinaus investiert DWS-Manager Nicolas Huber in die Bereiche Erneuerbare Energien und Agrochemie. Mit diesem breiter gefassten Ansatz war er in jüngster Zeit sehr erfolgreich: So verbuchte der erst im Februar 2006 aufgelegte Neuling in den vergangenen zwölf Monaten ein Plus von 34,73 Prozent und erzielte damit das zweitbeste Ergebnis unter den zehn volumenstärksten Branchenfonds.

Nach Einschätzung von Björn Drescher könnte der Run auf derart spezialisierte Fonds trotz ihrer Erfolge demnächst abflauen. "Angesichts der ab 2009 geltenden Abgeltungssteuer dürften sich viele Anleger demnächst von ihren Engagements in Nischen- und Branchenfonds trennen, um ihre Portfolios auf breiter aufgestellte Produkte umzustellen", sagt der Herausgeber des Informationsdienstes "Fonds im Visier". Vom Markt verschwinden würden diese Fonds zwar nicht, das Neugeschäft werde jedoch künftig stärker von institutionellen Anlegern geprägt.

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