80-Jähriger ist immer noch als Berater tätig
Greenspan: Dollar bleibt noch jahrelang schwach

Alan Greenspan meldet sich zurück - und bewegt auch im Ruhestand die Märkte. In Tel Aviv sagte der 80-jährige Ex-Chef der US-Notenbank Fed, der Dollar werde wohl auch in den nächsten paar Jahren schwach bleiben. Promt stieg der Euro zum Dollar auf ein Tageshoch.

HB TEL AVIV. Es sei unbedacht, alle Reserven in einer Währung zu halten, sagte Greenspan, der als Orakel der Wall Street in seiner Amtszeit durch verschlüsselte Aussagen Furore gemacht hatte. „Greenspeach“ wurde zum Code der Devisenexperten. Sie analysierten jede Äußerung des Chefs der weltweit mächtigsten Notenbank Wort für Wort - schließlich konnte sich hinter jeder Klausel ein Hinweis auf die kommende Zinsentwicklung verstecken. In den komplizierten Formulierungen steckte viel Spielraum zur Interpretation. Greenspan gab seinen Posten im Februar nach 18,5 Jahren an Ben Bernanke ab. Er ist jedoch immer noch als Berater tätig.

Bereits seit einiger Zeit steht der Dollar unter Druck. Das ist auch darauf zurückzuführen, dass Notenbanken anfangen, ihre Reserven auch in anderen Währungen zu halten. Am Abend kostete der Euro 1,3250 Dollar, nachdem er vor den Äußerungen bei 1,3222 Dollar notierte.

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