Anlagestrategie
Die zehn Gebote der Geldanlage

Die Schuldenkrise hat vieles über den Haufen geworfen. Alte Gewissheiten zählen nichts mehr. In Tagen wie diesen gelten neue Regeln. Die wichtigste lautet: Seien Sie vernünftig - gehen Sie Risiken ein!
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Düsseldorf

1. Gebot: Das Vermögen streuen – aber richtig!

Wenn Sie einen Vermögensverwalter fragen, was bei der Verwaltung eines Vermögens besonders wichtig ist, dann wird er mit ziemlicher Sicherheit antworten, dass die Vermögenden ihr Vermögen in jedem Falle „diversifizieren“ sollten.  Will er nicht mit Fachbegriffen protzen, wird er statt „diversifizieren“, „streuen“ sagen. Was er damit meint, ist schnell erklärt: Anleger sollten ihr Geld auf verschiedene Anlageklassen aufteilen. Auf Rentenpapiere, Aktien, Immobilien, Rohstoffe, darunter Gold, Tagesgeld.

Sein Geld zu streuen, bedeutet aber nicht nur, seine Euro auf verschiedene Anlageformen aufzuteilen. Auch innerhalb der einzelnen Anlageklassen sollten Anleger variabel sein. Wer nur Aktien eines einzigen Unternehmens,  dafür aber in umso größerer Zahl in sein Depot packt, geht ein zu großes Wagnis ein. Besser ist es, das Geld, das für Aktien vorgesehen ist, auf verschiedene Unternehmen aus verschiedenen Branchen aufzuteilen. Auch das reduziert das Risiko.

Aber: Die große Kunst besteht darin, ein gesundes Maß zu finden. Denn wer zu viel streut, verliert schnell den Überblick. Was nützt es, wenn im Depot 100 verschiedene Positionen aufgelistet sind; 50 davon gewinnen, 50 verlieren. Wie viele es letztlich sein sollen, darüber streiten sich die Weisen. Die Zahl zehn wird häufig genannt. Mindestens. Der US-Investor Warren Buffett formuliert es andersherum: „Konzentrieren Sie Ihre Investments, denn wenn Sie über einen Harem mit 40 Frauen verfügen, lernen Sie auch keine richtig kennen."

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  • Der Garantiezins ist bei der klassischen Lebensersicherung allerdings nur der eine Teil der Rendite. Das sollte man nicht vergessen. Ein weiterer, nicht unerheblicher Teil wird aus den Überschussbeteiligungen erwirtschaftet. Gibt es weniger Garantie, kann es durchaus sein, dass der Anteil an den Überschüssen dafür etwas höher ausfällt. Die Höhe der Überschüsse hängt letztendlich davon ab, wie erfolgreich die Versicherung das Geld am Kapitalmarkt angelegt hat. Die Durschnittsrendite beträgt aktuell 3,52%, für Zweitmarktpolicen sogar 4,88%. Somit performt die Lebensversicherung weitaus besser, als die meisten anderen Anlage- und Vorsorgeprodukte.

  • Der Garantiezins ist bei der klassischen Lebensersicherung allerdings nur der eine Teil der Rendite. Das sollte man nicht vergessen. Ein weiterer, nicht unerheblicher Teil wird aus den Überschussbeteiligungen erwirtschaftet. Gibt es weniger Garantie, kann es durchaus sein, dass der Anteil an den Überschüssen dafür etwas höher ausfällt. Die Höhe der Überschüsse hängt letztendlich davon ab, wie erfolgreich die Versicherung das Geld am Kapitalmarkt angelegt hat. Die Durschnittsrendite beträgt aktuell 3,52%, für Zweitmarktpolicen sogar 4,88%. Somit performt die Lebensversicherung weitaus besser, als die meisten anderen Anlage- und Vorsorgeprodukte.

  • "Der verschrobene Investor aus Omaha im US-Bundesstaat Nebraska wird weltweit verehrt für sein Gespür, an der Börse unterbewertete Unternehmen zu aufzuspüren." - Bitte liebes Handelsblatt glorifiziert nicht ständig den herrschenden "Geldadel". Über die Gefühlswelt des Herrn Buffet und sein damit verbundes Gespür lässt sich trefflich streiten. ABER: Mit seiner Holding Berkshire Hathaway ist Herr Buffet einer der größten Anteilseigner der Ratingagentur Moody´s. Somit hat er, wenn auch nicht nachgewiesen (wäre ja auch fatal), exklusive Einblicke in Unternehmen, von denen jeder andere Anleger nur träumen kann! Er bekommt Hard-Facts geliefert - wo bitte ist da das Gespür? Hier herrst Lug und Betrug und gerade Kleinanleger sind nur die Marionetten - all Ihren Geboten zum Trotz.

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