Bafin-Ermittlungen
Die Beweislage ist dünn bei Marktmanipulationen

PremiumDie Zahl der Bafin-Ermittlungen ist gestiegen. Doch nur weniger als drei Prozent der untersuchten Manipulationen führen zu Verurteilungen. Ein prominentes Beispiel zeigt, wie zäh und langwierig die Fälle sein können.

Frankfurt, New YorkEs ist der jüngste Fall einer skandalträchtigen Kursbewegung an den Börsen, die rasch die hiesige Marktaufsicht Bafin auf den Plan gerufen hat: Ende Februar ließ die fragwürdige Studie einer bis dato unbekannten Analysefirma mit Geldwäschevorwürfen und dem „Kursziel null“ die Aktie des Tecdax-Schwergewichts Wirecard um rund ein Viertel abstürzen. Anteilseigner des Online-Zahlungsabwicklers erlitten innerhalb eines Handelstags einen Verlust von insgesamt 1,3 Milliarden Euro. Als Hintermänner gerieten schnell sogenannte Leerverkäufer in Verdacht, die mit fallenden Notierungen Geld verdienen. Mit Hilfe der vernichtenden Firmenstudie hätten sie den Wirecard-Aktienkurs in die gewünschte Richtung gelenkt – was verboten ist.

„Wir untersuchen,...

 
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