Bei den anstehenden Börsengängen können Anleger beweisen, dass sie ihre Lektionen gelernt haben
Aus Fehlern klug werden

Generell hat das Emissionsjahr 2004 nichts mehr mit den stürmischen Zeiten des Neuen Marktes zu tun. Dennoch halten sich Kleinanleger bei Neuemissionen noch immer zurück.

FRANKFURT/M. Denn das 1997 ins Leben gerufene Börsensegment für junge Firmen boomte zwar einige Jahre, aber 2000 kam aber der Absturz, der viele Investoren teuer zu stehen kam. Die Einstellung folgte im März 2003. In der Euphorie der Jahre 1999 und 2000 haben die meisten Investoren klassische Fehler gemacht. Wenn sie daraus die richtigen Lektionen lernen, kann das schmerzhafte Lehrgeld langsam erste Renditen bringen, zum Beispiel bei den anstehenden Börsengängen.

Fehler Nummer eins: Generell wurden am Neuen Markt Unsummen von Anlegergeld vernichtet, weil die Kleinaktionäre meist zu spät in den bereits überhitzten Aktienmarkt eingestiegen sind. In allen Medien waren damals die immensen Kursgewinne, die zu diesem Zeitpunkt möglich waren, das große Thema. Experten sprechen in solchen Fällen abwertend von einer „Hausfrauenrally“.

Lehre Nummer eins: Spätestens, wenn an den Stammtischen statt über Fußballergebnisse über Aktientipps debattiert wird oder die „Bild-Zeitung“ auf der Titelseite über Aktien schreibt, heißt es: Verkaufen, weil der Markt völlig überhitzt ist.

Fehler Nummer zwei: Die meisten Anleger versäumten es, ein Stopp-Limit zu setzen, als der Markt drehte. Dann wären ihre Aktien automatisch verkauft worden. Sie hofften stattdessen auf eine schnelle Erholung. Manche halten die wertlosen Papiere heute noch.

Lehre Nummer zwei: Gerade bei kleinen, spekulativen Werten ist es empfehlenswert, eine Reißleine einzubauen

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Fehler Nummer drei: Umgekehrt gab es auch Fälle, in denen sich Kleinanleger zu früh von vermeintlich hoffnungslosen Fällen trennten und so die Chance auf die Wende zum Besseren verpassten. Papiere von United Internet, Web.de, Teles und zuletzt auch Mobilcom sind das beste Beispiel dafür.

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