Börsenweisheit
Den richtigen Zeitpunkt erwischt nur einer, der Lügner

Es gibt Anleger, die glauben, schlauer zu sein als der Markt. Sie sind überzeugt: „Timing ist alles“. Doch Selbstüberschätzung hat an der Börse noch nie weitergeholfen. Experten erklären, was besser funktioniert.
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DüsseldorfManche Anleger strotzen vor Selbstbewusstsein und sind fest davon überzeugt, schlauer zu sein als der Markt. Sie trauen sich zu, immer oder doch zumindest meistens den „richtigen“ Anlagezeitpunkt zu erwischen. „Timing ist alles“, lautet ihr Credo. Übersetzt: zu Tiefstkursen, also billig kaufen und zu Höchstständen teuer verkaufen. „Vor allem in Zeiten wie diesen mit starken Schwankungen lassen sich Anleger zu hektischem Handeln verleiten“, sagt Andreas Feiden, Geschäftsführer Fidelity Worldwide Investment. „Die Gier nach schnellen Gewinnen ist meist größer als die Angst vor Verlusten. Oft scheitern Investoren bei dem Versuch, schlauer zu sein als der Markt.“

Denn Schwankungen an den Börsen sind nun mal nicht vorhersehbar. Weder der Zeitpunkt, wann die Märkte drehen, noch Ausmaß und Dauer von Bären- und Bullenmärkten sind im Voraus exakt zu bestimmen – nicht von professionellen Investoren und noch weniger von Privatanlegern. Das „beste Timing“ ist für Jean Guido Servais deshalb eher Glückssache. „Den optimalen Ein- und Ausstieg halte ich für eine Kombination aus Können und Zufall“, sagt der Marketing-Direktor von JP Morgan Asset Management. „Die Kernfrage ist, ob es Anlegern dauerhaft gelingt, richtig zu liegen.“

Also können Anleger den optimalen Zeitpunkt für Käufe oder Verkäufe gar nicht finden? Für Martin Weber ist die Antwort klar: „Dazu braucht man die allseits bekannte Kristallkugel“, sagt der Wirtschaftsprofessor von der Universität Mannheim. Die würde wahrscheinlich der ein oder andere Anleger in diesen Tagen gerne befragen. Nicht wenige rätseln derzeit, ob und vor allem wann es zu einer Korrektur am deutschen Aktienmarkt kommt. Immerhin hat der Dax seit Jahresbeginn bereits rund 20 Prozent zugelegt. Nur wann ist der (vorläufige) Höchststand erreicht? „Timing ist nur ein anderes Wort für Spekulieren“, ist Weber überzeugt.

Selbst wenn es gelingen würde, über viele Jahre hinweg den richtigen Einstiegszeitpunkt zu treffen, wäre die Rendite gar nicht so viel besser. Fidelity hat drei unterschiedliche Anlegertypen miteinander verglichen. Jeder von ihnen hat zwischen 1979 und 2011 jährlich 100 Euro in den deutschen Aktienmarkt investiert. Das überraschende Ergebnis: Der Anleger, der seine Investments immer zum Jahresbeginn tätigte, erzielte eine Rendite von 4,97 Prozent pro Jahr. Der Marktkenner, der stets den Tiefststand am Markt vorhersah, kann sich über eine jährliche Rendite von 5,39 Prozent freuen. Mit etwas Abstand folgt der Anleger mit dem unglücklichen Händchen, der über mehr als 30 Jahre immer zum Jahreshöchstkurs kaufte, mit einer jährlichen Wertentwicklung von 4,54 Prozent. 

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  • Aber Nachbars Lumpi ist ein Experte?! Verdammt, ich kenne diesen Hund doch! :-)

  • Guten Tag.... " Experte ".... Wie werde Ich Experte,... kann Ich den Titel kaufen,... mieten,... oder kann Ich mich einfach so " Experte " nennen ? Manch einer meiner Kunden haellt sich oder mich, oder Nachbars Lumpi fuer einen Experten. Schreibt doch keinen solchen Scheiss Leute !! Besten Dank

  • Ich lebe ausschließlich von der Steuerersparnis, aber das hervorragend ......

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