China
Bullenrally oder Schuldenkollaps?

Investmentbanken von Goldman Sachs bis Morgan Stanley sind euphorisch: China will seine Volkswirtschaft öffnen. Doch nicht jeder glaubt an eine programmierte Aktienrally. Wo China Probleme bekommen könnte.
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DüsseldorfChinas Vorstoß zur Öffnung seiner Volkswirtschaft hat von Goldman Sachs bis hin zu Morgan Stanley Lob geerntet. Auch die Jefferies Gruppe feierte die Ankündigungen Pekings und sagte im November eine „massive” mehrjährige Bullenrally am Aktienmarkt voraus.

Diese Begeisterung teilt John-Paul Smith nicht. Wenn sich der Aktienstratege der Deutsche Bank das Land anschaut, dann sieht er nach eigenen Angaben dieselben Anzeichen für eine finanzielle Kernschmelze, die ihn den Börsen-Crash in Russland von 1998 schon Monate früher vorhersagen ließen.

Chinas Wachstum wird Smith zufolge durch himmelhohe Kredite an die Unternehmen angeheizt. Dieses hochriskante Modell müsse durch Schritte hin zu einem freien Markt und Haushaltskürzungen ersetzt werden - so wie die Maßnahmen, die Russland nach dem Staatsbankrott und dem darauf folgenden Einbruch des Micex Index um 44 Prozent zu Wachstum verhalfen, sagt er.

„Es gibt die Möglichkeit einer Schuldenfalle bei den Industriefirmen, die bereits im kommenden Jahr eine die gesamte Volkswirtschaft erfassende Finanzkrise auslösen könnten”, sagte Smith. Am Tag davor hatte er in einer Studie wegen der Erwartung einer Wachstumsverlangsamung in China für 2014 einen Rückgang bei Schwellenmarkt-Aktien um zehn Prozent vorausgesagt. „Wenn ich bei China falsch liege, dann liege ich mit allem falsch.”

Smiths Prognose eines Kursverlusts von mindestens zehn Prozent für 2013 bei Aktien aus Schwellenländern hat sich bereits als vorausschauend erwiesen. Der MSCI Emerging-Markets Index gab um 5,9 Prozent nach und blieb damit weit hinter der 22-Prozent-Rally des MSCI-Pendants für Industrieländer zurück. Der Shanghai Composite Index, die Benchmark für die Aktien der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt, verlor 7,9 Prozent und läuft auf den dritten Jahresverlust in vier Jahren zu.

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  • Ich habe das Gefühl es wird nicht verstanden, sondern immer mit Wissens-Versatzstücken aus der Vergangenheit gearbeitet.

    Tatsächlich gab es in der Vergangenheit nach Marktöffnung durch die Vergrößerung der Möglichkeiten, den Zustrom an Teilnehmern usw. zu Neubewertungen, die höher ausfallen. Aber im chinesischen Fall wird dies nicht oder nur kaum eintreten. Im Sinne des Spekulationniveaus ist China sehr entwickelt, ich würde sogar sagen weiter als der Westen. Da ist kaum mehr Luft nach oben.

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