Debüt an Hongkonger Börse
Chinesischer Autobauer platziert Aktien

Der drittgrößte chinesische Autobauer, die Dongfeng Motor Group, hat beim Börsengang (IPO) in Hongkong 3,97 Mrd. HK-Dollar (434,06 Mill. Euro) eingenommen.

HB HONGKONG. Weil die Gewinne in der chinesischen Autobranche zurückgehen, hatte Dongfeng das IPO um ein Jahr verschoben. Das in Wuhan ansässige Unternehmen produziert im Auftrag von Nissan, Honda und Citroën. Der Börseneinführungspreis wurde bei 1,60 HK-Dollar je Aktie festgesetzt, das entspricht dem 9,1-fachen der Gewinnschätzung für 2005, teilten die Konsortialbanken mit. Die Zeichnungsspanne lag zwischen 1,45 und 1,85 HK-Dollar je Aktie. Die Aktie wird am 7. Dezember in den Handel in Hongkong eingeführt. Zum Vergleich: Mitbewerber Denway Motors Ltd., der in Südchina für Honda produziert, wird zum 9-fachen der Gewinnschätzung für 2005 gehandelt.

Rabatte und zunehmender Wettbewerb haben die Gewinnmargen der Autohersteller und ihrer Zulieferer in diesem Jahr um die Hälfte schrumpfen lassen, schätzt die chinesische Regierung. Fondsmanagerin Agnes Deng von Standard Life Investments Asia in Hongkong sieht noch kein Ende der Preisnachlässe: „Die Anleger sind verunsichert wegen der Ausweitung der Produktion und weil die Nachfrage schwächer als erwartet ist. Die Rabattschlacht betrifft die gesamte Branche.“

Dongfeng ist der sechstgrößte Börsengang eines chinesischen Unternehmens in diesem Jahr. Seit dem IPO von Great Wall Motor Co., das vor zwei Jahren 225 Mill. Dollar einspielte, ist es das erste Debüt eines Autobauers auf dem Hongkonger Börsenparkett. Chinesische Unternehmen platzierten seit Jahresbeginn insgesamt Aktien im Volumen von 19,5 Mrd. Dollar. Allein 9,2 Mrd. Dollar entfielen auf das IPO der China Construction Bank Corp., der drittgrößten chinesischen Bank.

Dongfeng platzierte 2,48 Mrd. Aktien. Das entspricht 30 Prozent des Aktienkapitals. Das Zeichnungsvolumen betrug 2,9 Mrd. Dollar, davon zeichneten institutionelle Investoren ein Volumen von 2,7 Mrd. Dollar, während auf Privatanleger aus Hongkong rund 120 Mill. Dollar entfielen.

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