Depot-Contest
Keine Angst vor Russland

Putins Säbelrasseln hat die Börsen nur vorübergehend irritiert, bis zur Wochenmitte erholt sich der Dax zusehends. Kein Grund zur Panik, lautet auch die Devise der Vermögensverwalter. Wie sie ihr Depot dennoch anpassen.
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DüsseldorfVladimir Putin rasselt weiter mit den Säbeln. Ungeachtet der Sanktionen hat der russische Präsident am Dienstag den Vertrag über die Eingliederung der Krim unterzeichnet; die Ukraine droht damit, den Konflikt auf der Krim militärisch lösen zu wollen.

Dennoch hat sich die Stimmung an den Börsen seit Wochenbeginn gedreht, nicht zuletzt, weil Putin durchblicken ließ, dass er keine weiteren Gebiete der Ukraine einnehmen wolle: War der deutsche Leitindex noch in der vergangenen Woche unter die Marke von 9000 Punkten gerutscht, zieht er am Mittwochnachmittag an 9300 Zählern vorbei.

Das jüngste Auf- und Ab an den Börsen – den Teilnehmern des Depot-Contest der Münchner DAB-Bank jagt es keine Angst ein. Mit einer Korrektur an den Börsen habe man ohnehin gerechnet, die Krim-Krise habe sie nun lediglich ausgelöst. Dank positiver Konjunkturaussichten aber sollte es bald wieder nach oben gehen.

„Die momentane Kurskorrektur ist eher der Börsenpsychologie geschuldet“, sagt Bert-Ardo Spelter von der ICFB Investmentberatung. Eine nachhaltige realwirtschaftliche Krise sieht der Vermögensverwalter dagegen nicht. „Vorausgesetzt Putin verhält sich in den nächsten Wochen konstruktiv, werden sich die Volkswirtschaften wie erwartet erholen.“

Spelter ist zuversichtlich, dass der Dax in diesem Jahr die Marke von 10.000 Punkten knacken könnte. Dass der Leitindex hingegen unter die psychologisch wichtige Marke von 8800 Punkten, die 200-Tageslinie, rutscht, hält er dagegen für unwahrscheinlich.

Auch Stephan Pilz von der Sand & Schott Vermögensverwaltung glaubt – trotz einiger Volatilität in den kommenden Wochen – grundsätzlich an einer Erholung der Märkte. Es mangele nach wie vor an Anlagealternativen zur Aktie. „Vielleicht läuft es nicht so gut wie im letzten Jahr. Aber die 10.000 Punkte waren schon in Sichtweite und sind sicherlich in 2014 keine undurchdringbare Grenze.“ 

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