Depot-Contest
„Wir sind ganz schön durchgeschüttelt worden“

Die ersten sechs Börsenmonate waren turbulent. Vor allem für sicherheitsbewusste Investoren war es schwierig, Geld zu verdienen. Doch auch wer chancenorientiert anlegte, musste Rückschläge ertragen. Die Halbjahresbilanz.
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DüsseldorfDie Rekordjagd gefolgt von einem empfindlichen Rücksetzer an den Aktienmärkten, herbe Verluste beim Gold und steigende Anleihezinsen gepaart mit Kursverlusten – hinter Investoren liegt ein turbulentes erstes Halbjahr. Auch für die Profis ist es nicht leicht, in einem solchen Umfeld eine gute Rendite zu liefern. Das haben auch die 32 Teilnehmer beim Depot-Contest der Münchener DAB Bank erleben müssen.

Viele Portfolios notieren im Minus, andere haben heftige Turbulenzen erlebt. Wolfgang Müller beispielsweise. Er liegt zur Halbzeit des Wettbewerbs zwar in den Kategorien Ausgewogen und Chance mit einem Plus von zwölf beziehungswiese knapp neun Prozent auf dem ersten Platz, doch zwischenzeitlich waren seine Depots kräftig unter Druck geraten. Abzulesen ist das am maximalen Verlust – im Börsendeutsch Maximum Drawdown genannt. Fast 20 Prozent ging es mit Müllers chancenorientierten Depot zwischenzeitlich abwärts. Auch das ausgewogene Portfolio rutschte um gut 14 Prozent ab.

„Ich habe zu früh mit einer Korrektur gerechnet und die Depots mit einem Dax-Reverse-Bonus-Zertifikat abgesichert“, sagt Müller. Die Laufzeit habe er daher zu kurz gewählt, die Barriere zu niedrig. „Dann lief der Dax Richtung 8500 Punkte und das Papier hat mir einen dicken Verlust eingebrockt“, so Müller. „Auch Profis lassen sich von der allgemeinen Nervosität an den Märkten manchmal anstecken - müssen dann aber sehr schnell wieder sehr besonnen agieren.“

Seinen Verlust hat er mit einem genau passenden Dax-Reverse-Bonus-Zertifikaten aber kurzfristig mehr als aufgeholt. Im Gegensatz zu vielen Mitspielern im Depot-Contest, die zwar weniger starke Schwankungen erlebt haben, aber auch deutlich geringere, oft sogar negative Renditen erzielten. Nur neun der 17 chancenorientierten Depots notieren im Plus, bei den ausgewogenen Portfolios sind es neun von 21.

Vor allem wer konservativ anlegt, hatte es im ersten Halbjahr nicht leicht. Gerade mal drei der insgesamt 15 Vermögensverwalter, die in der Kategorie Sicherheit angetreten sind, schafften es ins Plus. „Wir sind ganz schön durchgeschüttelt worden“, sagt Burkhard Wagner von Partners Vermögensmanagement, der mit einer Performance von knapp drei Prozent auf dem ersten Platz liegt. Zwischenzeitlich hatte er bereits ein Plus von fünf Prozent erzielt, doch der Kursrutsch an den Anleihemärkten verhagelte seine Bilanz.

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Positiver Ausblick auf das zweite Halbjahr

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  • @HBoersung

    Das ist eigentlich ein "alter Hut". Insbesondere war auch schon seit Jahren bekannt, daß die Besatzungsmächte (sprich heutzutage im wesentlichen noch die USA) in Deutschland quasi LEGAL abhören dürfen. Früher hieß dies "Echolon" und war angeblich gegen den damaligen Ostblock gerichtet.
    Viel interessanter ist die Frage WARUM und von WEM das gerade jetzt "lanciert" wurde, dh. warum dies plötzlich ein Thema wird.

  • Mich wundert, dass die Börse vom Abhörskandal der USA, nicht besonders wesentlich erschüttert wurde.
    Die Frage ist, wussten finanzstarke Kreise bereits vorher davon?

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