Depot-Contest – Zwischenbilanz
Starke Performance dank starkem Dollar

2014 war kein schönes Jahr für Anleger. Der Dax hat alle Gewinne eingebüßt und Zinsen sind rekordniedrig. Doch Vermögensverwalter trotzen den widrigen Bedingungen. Am erfolgreichsten war, wer über den Tellerrand blickte.
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DüsseldorfZinsen im Dauertief, Seitwärtsdax, und Krisen, wohin das Auge reicht: 2014 hielt für Anleger viele Herausforderungen bereit. Zuletzt gab es noch die Schippe obendrauf: Denn die Aktienmärkte, in Deutschland wie auch in Europa, haben in der vergangenen Woche deutlich nachgegeben.

Am Freitag erreichte der Dax ein neues 12-Monats-Tief. Wer also vor genau einem Jahr in deutsche Werte investiert hat, steht heute also nicht besser da als damals. Viel Grund für neuen Optimismus gibt es nicht. Und trotzdem: Anleger, die ihr Portfolio gut diversifiziert – und zum rechten Zeitpunkt auch im Ausland investiert haben, konnten deutlich positive Renditen einstreichen. Die Teilnehmer des Depot-Contest der Münchner DAB-Bank haben gezeigt, wie es geht.

Nach fast neuneinhalb Monaten haben sich im sicheren, ausgewogenen und im chancenorientierten Depot Favoriten herauskristallisiert. Die ersten jeder Kategorie konnten den Wert ihres eingesetzten Kapitals deutlich steigern. Dabei waren Investments im Dollarraum bei allen der entscheidende Treiber für eine gute Performance.

Mit 11,16 Prozent Wertzuwachs seit Jahresbeginn hat sich das ausgewogene Portfolio der Heemann Vermögensverwaltung von allen teilnehmenden Depots am besten entwickelt. 50 Prozent Aktieninvestments sind theoretisch erlaubt. Doch ließen die Anlageexperten rechtzeitig die Finger davon: „Als sich ab Anfang August die Schwäche der Aktienmärkte abzeichnete, haben wir unseren Aktienanteil stark reduziert, mehr Cash gehalten“, sagt Anlagestratege Friedrich Bensmann. Gleichzeitig hat der Vermögensverwalter aber auch umgeschichtet.

Gut gelaufen ist ein Indexfonds, der auf die Schwäche der Schwellenländer setzte. Und auch jenseits des Atlantiks hatte man sich umgesehen. Seit Mitte des Jahres hat Bensmann hauptsächlich US-Aktien ins Depot aufgenommen, außerdem einen Indexfonds auf Anleihen, die in US-Dollar laufen.

„Beide Investments profitieren vom steigenden Dollar“, erläutert Bensmann. In der Tat entwickelte sich die US-Wirtschaft zuletzt deutlich stärker als die Wirtschaft in der Euro-Zone. In drei Monaten hat der Dollar gegenüber dem Euro um mehr als sieben Prozent zugelegt.

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