Depotcheck
Wohin mit dem Geld?

Dauerkrise, Inflationsangst und bestenfalls mittelmäßige Konjunkturdaten verunsichern viele Anleger. Wer ruhig schlafen will, braucht die passende Strategie. Nur welche? Die Profis empfehlen Folgendes ...
  • 8

DüsseldorfDauerkrise in der Eurozone und verhaltene Stimmung an den Börsen - wer heutzutage spart, sollte sein Geld im Blick behalten. Auch, um es im Notfall in Sicherheit zu bringen. Zum Herbst hin lohnt es sich deshalb, sich einen Überblick über das eigene Vermögen und Schulden zu verschaffen.

Wer über sein Vermögen Bilanz zieht, sollte Geldanlagen wie Tagesgeld- Festgeldkonten, Wertpapiere, Lebensversicherungen, aber auch Immobilien berücksichtigen. So lässt sich schneller erkennen, wo im eigenen Portfolio Ungleichgewichte bestehen und - wenn nötig - eine neue Strategie zurecht legen.

Krise senkt Risikobereitschaft

Ist die Bilanz erstellt und geht es ans Anlegen, sollten Sparer zunächst überlegen, wie viel Risiko sie verkraften können. “Die Wahrnehmung der eigenen Risikobereitschaft ändert sich in Krisenzeiten”, sagt Lothar Koch, Portfoliomanager bei GSAM+Spee Asset Management.

Erfahrungsgemäß halbiere sich die Bereitschaft der Anleger, Verluste in Kauf zu nehmen. Wer also  im Wirtschaftshoch noch ruhig schlafen konnte, wenn seine Anlage zehn Prozent an Wert einbüßte, kann in Krisenzeiten Verluste von fünf Prozent gerade noch so verkraften.

Dennoch: Auch vorsichtige Anleger müssen sich ihre Sicherheit nicht immer durch magere Rendite erkaufen, indem sie ihr Geld zum Beispiel auf schlecht verzinsten Konten parken. Fonds kommen auch für vorsichtige Anleger in Frage. Dabei rät Lothar Koch zu aktiv gemanagten Fonds. “Die Stärke dieser Fonds besteht darin, dass die unterschiedliche Strategien der Manager einander ausgleichen, falls es mal in einem Fonds nicht besonders gut läuft", sagt der Vermögensverwalter und rät zum Verkauf von DAX- und REX-ETFs.

Kommentare zu " Depotcheck: Wohin mit dem Geld?"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Geldteufel. In meinem Portfolio steckt vorwiegend das Glück der Familie.

  • Bei Life Forest stelle ich mir die Frage:
    Warum zahlt eine Firma 12% für ein Darlehen (was anderes ist eine Beteiligung über eine IHS oder ähnliches nicht) wenn sie sich doch über den Kaptialmarkt momentan viel günstiger finanzieren könnte, wenn man sich die aktuellen Zinsen ansieht.
    Kann eigentlich nur an der Bonität des gesamten Konzerns liegen!
    Zinsen sind immer ein Risikomesser - bei 12% ist das Risiko sehr hoch!

  • Schlechter Bericht, vor allem die Behauptung, dass ETF risikoreicher wären. Das ist Unfug, da ETFs mannigfaltig Indices widerpiegeln können. Die Faustformel ist Diversifikation. Hände weg von Einzelwerten. Das sollten nur Profis machen, und die liegen auch oft ordentlich daneben. Breit über Länder,Branchen und Währungen streuen. Timing gelingt selten, daher aktives Management in der Regel sein Geld nicht wert. Auf die Kosten achten: wer mehr als 1,0% TER (Total Expension Ration) zahlt muss schon sehr grosses Vertrauen in das Management haben. Ich würde passiv mit 0,3-0,6% bevorzugen. Bei mehr als 1,5% TER wird meistens nur einer reich: der Fondsanbieter.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%