Deutscher Aktienmarkt
Die Bullen haben weiter das Sagen

Am deutschen Aktienmarkt geht die Party weiter, wie viele Analysten überzeugt sind. Daran ändert auch die Korrektur von Januar nichts. Höhere Unternehmensgewinne und eine gute Konjunktur heizen die Kurse weiter an.
  • 7

FrankfurtDer Deutsche Aktienindex hat auch nach dem verhaltenen Börsenstart im Januar Luft nach oben. Von Bloomberg News befragte Finanzhäuser rechnen 2014 mit einem Anstieg des deutschen Leitindex um 6,9 Prozent.

Damit halten die Strategen an ihren Schätzungen vom Jahresbeginn fest. Der Dax verzeichnete im Januar den schwächsten Start seit 2010 und verlor bis zum 5. Februar 6,4 Prozent. Danach erholte sich der deutsche Index wieder und näherte sich zwischenzeitlich sogar seinem Rekordstand von 9743 Punkten an.

Die zwischenzeitliche Korrektur bedeutet noch längst keine Trendwende: „Ein paar Tage Volatilität, wie wir sie im Januar erlebt haben, werden dem Dax nicht schaden“, sagte Emmanuel Cau, Aktienstratege bei JPMorgan Chase in London, am 17. Februar im Interview mit Bloomberg News.

Seiner Prognose zu Folge wird der deutsche Leitindex in diesem Jahr um 5,6 Prozent zulegen. Er rechnet vor allem mit weiter anziehenden Unternehmensgewinnen: „Das Wachstum wird stark sein und auch die Gewinne antreiben. Wir sind nicht der Ansicht, dass sich die Grundlagen beim Dax in den vergangenen Wochen wirklich verändert haben.“

Die Zuversicht bei den Börsenprofis ist groß: Der deutsche Benchmark-Index wird das Jahr über der Marke von 10.300 Punkten beenden, erwarten zwölf von Bloomberg News in dieser Woche befragten Strategen im Schnitt.

Am zuversichtlichsten ist die Deutsche Bank, die einen Anstieg des Dax um 14 Prozent auf sogar mehr als 11.000 Zähler erwartet. Ähnlich optimistisch sind die Analysten von Barclays, die mit einem Plus um 13 Prozent auf 10.900 Punkte rechnen.

Seite 1:

Die Bullen haben weiter das Sagen

Seite 2:

Positive Wachstumsprognose

Kommentare zu " Deutscher Aktienmarkt: Die Bullen haben weiter das Sagen"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • "Ob die Börsen weiter steigen,hängt davon ab,wie viele nachfolgende Käufer jetzt noch bereit sind ihr neu Geld zu investieren.Das kann niemand wissen,denn niemand hat eine Glaskugel."

    Wissen kann man es nicht, aber ungefähr abschätzen. Die Mittel müssen ja irgendwo herkommen. Also entweder Gelder wo anders abziehen, aus Einkünften oder einen Kredit aufnehmen.

    Hier sehe ich nicht, wie das gegenwärtige Umfeld dazu animieren sollte, gerade in den DAX zu investieren. Bricht die Schwellenland-Krise aus, dann geht man sicherlich nicht in Exportwerte. Im Gegenteil. Bin ich sowieso gut investiert, dann gibt es keinen Grund wegen des hohen KGV in den DAX einzusteigen.

    Und diese trüben maximalen 6% Gewinnerwartung im DAX finde ich nicht so überzeugend, dass ich einen Kredit aufnehmen würde. Da gibt's besseres.

    Also so richtig klar ist mir das nicht, wieso ich mich jetzt beeilen muss, in den DAX zu rennen...

  • Die 10 000 wurden doch von der Mehrheit aller Bank- Analysten,Fondsmanager und sonstiger "Experten" doch schon im März 2000 für das damalige Jahresende 2000 vorhergesagt.Also,wenn sie denn kämen,so mit 14 jähriger Verspätung.
    Im Übrigen,der DAX müsste inflationsbereinigt noch bis zum März auf 10200 steigen,um das ATH aus dem März 2000 einzustellen.
    Ob die Börsen weiter steigen,hängt davon ab,wie viele nachfolgende Käufer jetzt noch bereit sind ihr neu Geld zu investieren.Das kann niemand wissen,denn niemand hat eine Glaskugel.Das der DAX nicht nochmal 170% macht,wie in den vergangenen fünf Jahren liegt auf der Hand.Er müsste dann nämlich bis 2019 auf 26 000 Punkte steigen.Das halte ich für ausgeschlossen.

  • Aha der DAX steigt also im Nanosekunden-Bereich ? So,so,na ja.... das erklärt auch das Nullwachstum in knapp 2 Monaten.Beim Dow Jones Index sind wir seit Jahresanfang 2014 sogar schon einige hundert Punkte im Minus.Vielleicht sollten sie mal lernen Indexstände richtig zu lesen,als ständig unbewiesene Behauptungen unter verschiedenen Synonymen zu wiederholen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%