Die Angst in Asien wächst
Kommt die nächste Finanzkrise aus China?

Alle Augen an den Märkten waren auf die Griechenland-Krise gerichtet. Doch der anhaltende Kursverfall an den chinesischen Börsen schreckt jetzt Anleger auf. Denn hustet China, kann sich die ganze Welt erkälten.
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Frankfurt/DüsseldorfDer chinesischen Regierung und der Zentralbank gehen die Ideen nicht aus: Mit immer weiteren Maßnahmen versuchen sie, den Kursverfall an den Börsen des Landes zu stoppen. Chinesische Firmen im Staatsbesitz sollen ihren Aktienbesitz angesichts der heftigen Kursschwankungen nicht reduzieren, teilte das Finanzministerium mit. Und staatliche Banken und Versicherer sollten die Gunst der Stunde nutzen und Aktien kaufen. Die Kurse seien „unterhalb eines angemessenen Niveaus“. In den Tagen zuvor hatte die Regierung bereits Börsengänge absagen lassen und die Zentralbank Aktienbrokern mit Milliardenspritzen versorgt.

Doch bislang fruchten die Versuche nicht. Die Kursturbulenzen verdrängen sogar die Sorgen der Märkt rund um die griechische Schuldenkrise. Denn Griechenland ist eine kleine Volkswirtschaft, China aber spielt für viele globale Konzerne eine wichtige Rolle und auch die größten Banken der Welt sind dort stark engagiert. Die Furcht: Ist der Kursrutsch ein Signal dafür, dass sich auch das Wachstum im Land weiter verlangsamt?

Der für Festland-China wichtige Shanghaier Aktienmarkt brach allein am Mittwoch um sechs Prozent ein und verlor damit binnen drei Wochen jetzt rund ein Drittel seines Werts. Das ist das größte Minus seit über 20 Jahren. Die Panik weitete sich auf die Börsen in den Nachbarländern aus und stürzte auch die Rohstoffmärkte in Turbulenzen. Die Erschütterung des Börsenbebens waren bis nach Europa spürbar. Am Devisenmarkt flüchteten viele Anleger in den japanischen Yen, der als „sicherer Hafen“ Asiens gilt.

„Ich habe noch nie einen derartigen Kurssturz erlebt“, sagte Analyst Du Changchun vom Vermögensberater Northeast Securities. „Ich glaube, niemand hat das.“ Wang Feng, Mitgründer und Chef des Hedgefonds Alpha Squared Capital, sprach von Panikverkäufen. „Das Problem ist, dass alle Marktteilnehmer in dieselbe Richtung drängen und zu emotional reagieren.“ Die chinesischen Behörden warnten ebenfalls vor einer Panik und setzten den Handel mit zahlreichen Papieren aus, um den Crash zu begrenzen.

Im Sog der chinesischen Aktienmärkte rutschte der weltweit viel beachtete Nikkei-Index der Tokioter Börse um 3,1 Prozent ab. Unter die Räder kamen in Japan vor allem Unternehmen mit engen Geschäftsbeziehungen zu China, um Beispiel Baufirmen. In Deutschland traf es die Autobauer besonders hart, für die das Reich der Mitte der wichtigste Absatzmarkt ist. BMW, Daimler und Volkswagen gehörten mit Kursverlusten von bis zu 2,8 Prozent zu den größten Verlierern im Dax.

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  • @ MarcOtto: Mag sein, dass es irgendwelche Retailanbieter gibt, die CFDs o.ä. auch darauf ihren Kunden anbieten. Nur das Zeug interessiert keinen institutionellen professionellen Investor oder Börsenhändler. Und marktbewegend ist dieser Mist daher schon mal gar nicht.

    Es gibt wohl sogar richtige Derivate (sprich Futures und Optionen) auf den Index in Schanghai. Diese sind aber für professionelle Investoren (Hedgefonds etc,.) viel zu illiquide. Trading Technologies bietet z.B. auf seiner Handelsmaschine (X_TRADER®) diesen Markt erst gar nicht an. Höchstwahrscheinlich weil den Dreck niemand vernünftig nach unsern Standards clearen kann. Wie gesagt, Aktien leihen geht auch nicht. Hab mich zur Sicherheit noch einmal bei Instinet erkundigt.

    Aber die Eurex ist ja gerade in dieser Region der Erde momentan ziemlich aktiv. Und mit dem neuen Chef von der UBS (Carsten Kengeter) wird vielleicht auch irgendwann einmal diese Lücke auf der Landkarte geschlossen.

  • Gott erhalte ihnen ihr postives Weltbild

  • Finanzkrise in China? Quatsch mit Soße! Nachdem man den Aktienmarkt für Ausländer ein wenig geöffnet hat, werden die jetzt abkassiert.

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