Drei Strategien, drei Depots
Börsen im Bann des Etat-Streits

Die Furcht vor der Fiskalklippe sorgt bei vielen Börsianern für Zurückhaltung. Unsere Redakteure halten sich deshalb mit neuen Positionen zurück und blicken auf ihren bis dato schwächsten Wert im Depot.
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Erinnern Sie sich an einen meiner ersten Käufe, den ETF auf den S&P-Index? Vermutlich nicht – und auch ich würde das Papier liebend gern vergessen. Denn anders als die anderen Titel in meinem Depot hält sich der iShares S&P 500 hartnäckig im Minus. Der US-Index hat im vierten Quartal zwar ebenfalls verloren, doch letztlich ist der Euro schuld: Weil er aufwertete, fällt das Minus bei meinem Papier größer aus als beim Index selbst.

Deswegen stelle ich mir seit Tagen die Frage: Aussteigen oder durchhalten? Privatanleger machen ja oft den Fehler, zu lange an Verlustbringern festzuhalten. Und richtig gut sind die Perspektiven für den US-Markt zumindest kurzfristig mit dem Fiscal Cliff nicht. Immer wieder heißt es, dass die Verhandlungen Fortschritte machen – und dann doch nicht.

Das Hickhack zehrt vielen Börsianern an den Nerven, und für die Kurse ist es auch nicht gut. Langfristig erwarten die meisten Experten, dass sich die US-Politiker einigen. Aber für mich bleibt dann noch immer die Frage, ob mir der Euro einen Strich durch die Rechnung macht. Mein Fazit lautet daher: Das Papier muss sich bald bewähren, sonst fliegt es raus.

Kommentare zu " Drei Strategien, drei Depots: Börsen im Bann des Etat-Streits"

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  • @HBLeser.
    Ich hingegen freue mich jeden Tag auf diesen Beitrag,um meine Tagesergebnisse mit denen der Redakteure zu
    vergleichen. Ich befasse mich seit Jahrzehnten mit Aktien.
    Ob ich mich nun als "Profi" unter den Lesern sehe oder nicht
    ist mir bei dem Spaß eigentlich egal.

  • Liebes Handelsblatt,

    Weihnachten ist ja immer auch ein bißchen "Wünsch-Dir-was".

    Und ich wünsche mir, dass diese sinnfreie Rubrik möglichst bald eingestellt wird, so dass die drei Redakteure ihre Zeit & Energie wieder für sinnvollere Beiträge einsetzen können und der freie redaktionelle Platz ebenfalls an den Bedürfnissen der Leser orientiert genutzt wird.

    Für die Profis unter den Lesern ist diese Rubrik eher eine tägliche Belustigung. Der informierte, selbstbestimmte Anleger hat genug andere Quellen und der noch unerfahrene Leser/Anleger bräuchte mehr Basiswissen.

    Für das neue Jahr Ihnen alles Gute & den Mut, sich trotz Anzeigenplatzverkaufs- und Auflagendrucks wieder etwas mehr an den Bedürfnissen der Leserschaft auszurichten.

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