Drei Strategien, drei Depots
„Fat finger“ unter Verdacht

Die Aktienmärkte stürzten am Mittwoch tief ins Minus. Kaum ein Wert konnte heute überzeugen. Lediglich die RWE-Aktie in Frank Wiebes Depot hielt ihre Verluste in Grenzen. Darüber freuen kann er sich aber nicht.
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War da schon wieder ein Wurstfinger im Spiel? Wenn ein Börsenkurs ohne ersichtlichen Grund auf einmal abstürzt, vermuten Börsianer dahinter oft einen „fat finger“, also den Wurstfinger eines armen Händlers, der sich bei einer Order vertippt hat. Das kommt gar nicht so selten vor wie man denkt. Und ein solcher Tippfehler kann schwere Folgen haben, vor allem wenn charttechnische Marken durchbrochen werden und andere Marktteilnehmer mitziehen. Auch am Mittwoch machten Spekulationen über einen solchen Patzer die Runde, so heftig war der Fall des Dax am Morgen.

Doch dass der Markt sich bis Handelsschluss nicht erholen konnte, spricht gegen diese Theorie. Die Investoren sind nervös wegen der schlechten Nachrichten aus der Eurozone, den USA und Asien. Händler erklärten den Rutsch mit technischen Faktoren. „Ein Gruß an die Algotrader“, sagte einer von ihnen, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtete. „Wir haben heute den Lemminge-Effekt gesehen: Einer fängt an und alle ziehen mit“, meinte ein anderer.

Andere Börsianer begründeten das Minus mit einem Raketeneinschlag in Israel, aber auch eine mögliche Fehleingabe bei einer Order wurde diskutiert. Es sind halt keine leichten Zeiten für Aktionäre – ganz egal, ob man nun Wurstfinger hat oder nicht.

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  • Gar nicht: Mit dem Beginn der zunehmend kurzfristigen Refinanzierung der Staatsschulden in den 90zigern war das Thema der effizienten Märkte durch.

  • Das Problem ist, dass die meisten Leute denken, sie können aus der Kombination von fundamentalen Daten in Verbindung mit früheren Erfahrungen und der Einbeziehung von vermuteten emotionalen Faktoren des "Marktes" in der Glaskugel sehen, wohin die Reise geht.
    Eine exzellente Charttechnik, die sich nur am realen Verlauf des "Marktes" orientiert hätte beim Dax am 15.3.2013
    ein Verlaufshoch bei 8.086 festgehalten, von dem es bisher bereits 500 Punkte abwärts ging. Wenn man gut eingestiegen wäre, z.B. gegen Juni 2012, hätte man mit guten, nicht zu großzügigen Stoplimits laufend satte Gewinne einsacken können, anstatt den irrwitzigen Marktmeinungen von DAX 10000 oder Dow 20000 zu glauben. Die mögen ja kommen, vielleicht auch nicht, aber ein gut gebauter Chart zeigt auch da die mögliche Wende an. Also nicht mit seinen Werten in den Keller mitgehen, aber im Keller bereits neu einsteigen. So muss Börse!!

  • Schön, wie sie hier einzelne Gründe aufzählen, warum die Kurse fallen. Wie verträgt sich das aber mit der These vom effizienten Markt, dass stets alle Gründe "Informationen" am Kurs beteiligt sind?

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