Drei Strategien, drei Depots
Wette auf das schwarze Gold

Positive Konjunkturdaten in China und die Krise im Nahen Osten laden die Handelsblatt-Redakteure bei ihren Musterdepots zu einer Wette ein. Der Preis von Rohstoffen könnte bald kräftig ansteigen.
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Heute setze ich auf Erdöl. Genauer gesagt, spekuliere ich darauf, dass die Notierungen für das „schwarze Gold“ mittelfristig mindestens auf dem aktuellen Niveau verharren werden.

Gründe dafür gibt es mehr als genug: So wurde zwar gestern der jüngste Anstieg der Ölpreise gebremst durch den Waffenstillstand im Konflikt zwischen Israel und der radikal-islamischen Hamas-Bewegung. Doch die Sorge vor einer Eskalation im Nahen Osten bleibt.

Dazu kommen neue Konjunkturdaten aus China: Die lassen einen allmählich wieder anziehenden Verbrauch von Rohöl in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt erwarten. Die anhaltend expansive Geldpolitik der Notenbanken rund um den Globus sollte ein übriges dazu beitragen, dass das Preisniveau für nicht reproduzierbare, reale Werte eher steigt als fällt.

Auch Experten teilen „meine“ Einschätzung: So erwartet zum Beispiel die Commerzbank noch bis Ende des Jahres für das Nordseeöl Brent einen Preis von 115 Dollar. Bis Ende 2013 kalkulieren die Analysten sogar mit 125 Dollar.

Geht meine Rohstoff-Wette auf, kassiere ich bis Mai kommenden Jahres einen Gewinn von rund zehn Prozent auf die 4.000 Euro - selbst wenn der Ölpreis nur stagnieren sollte. Der Grund: Ich investiere mit Hilfe eines so genanntes „Discountzertifikats“ (WKN: AA5UGZ). Damit kaufe ich Brent-Öl mit einem Abschlag auf den aktuellen Kurs: Obwohl die Nordsee-Sorte aktuell bereits zu fast 111 US-Dollar je Barrel gehandelt wird, zahle ich nur etwa 100 Dollar – beziehungsweise umgerechnet 78,21Euro je Zertifikat.

Im Gegenzug für den rabattierten Einstiegskurs ist mein maximaler Gewinn bei knapp zehn Prozent gedeckelt. Mehr ist bis zum Ende der Laufzeit im Mai kommenden Jahres nur drin, falls der Wert des US-Dollars gegenüber dem Euro wieder zulegt. Davon würde auch mein Öl-Zertifikat zusätzlich profitieren.

Kommentare zu " Drei Strategien, drei Depots: Wette auf das schwarze Gold"

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  • Das würde bedeuten, dass die Handelsblatt-Redakteure smarter als Hedgefond-Quants sind, was die Frage aufwirft, warum sie dann noch beim Handelsblatt arbeiten statt selbstständig erfolgreich zu traden.
    Im übrigen halte ich den Artikel für eine der zahlreichen Zertifikate-Werbungen in der deutschen Wirtschaftspresse, die im redaktionellen Teil versteckt werden.

  • Jungs, ihr habt doch nichts kapiert. Die haben keinen massiven Preissturz angekündigt, sondern nur beschrieben, dass einige Hedefonds darauf setzen. Und dann einfach mal dagegen zu wetten, ist zwar spekulativ, aber nicht ganz unclever. Aber naja, wer lesen kann ist klar im Vorteil.

  • Witzig.
    In einem anderen, ebenfalls heute erschienenem Artikel kündigen sie den massiven Preissturz im Rohstoffsektor aufgrund schlechter Weltwirtschaft an.

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