Drei Strategien, drei Depots
Zeit der Auslese

Kerstin Leitel macht in SAP und Linde die Spielverderber in ihrem Depot aus. Im spekulativen Depot erweisen sich Eon-Bonuszertifikate als die Wahl der Stunde und das ausgewogene Depot macht unerwartet viel Rendite.
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Noch nicht einmal zwei Prozent hat der Dax seit Jahresanfang Plus gemacht. Der Angriff auf die Marke von 10 000 Punkte ist offenbar doch nicht so schnell erfolgt wie erwartet. Dennoch läuft es nicht schlecht für mein Depot, auch wenn sich ein paar „Spielverderber“ herauskristallisiert haben: SAP hat seit Januar über fünf Prozent verloren, seit meinem Kauf gut ein Prozent im Minus.

Auch die Linde-Aktie entwickelt sich nicht so gut wie erhofft, hier komme ich unter dem Strich auf mickriges Plus von gerade einmal zwei Prozent. Die beiden Aktien stehen bei mir auf der Beobachtungsliste, „watch negative“, wie es von Ratingagenturen immer so schön heißt. Anders sieht es dagegen bei meinem Anleihen-ETF aus - dass der im Minus liegt, ist nur logisch. Schließlich laufen Anleihen und Aktien meist in entgegen gesetzte Richtungen.

Aber gut, dass ich letztlich doch fast nur ordentliche Gewinnbringer in meinem Depot habe – allein das Plus von fast 60 Prozent bei Amazon macht vieles wieder wett. Auch Novartis liegt über 20 Prozent im Plus.

Kommentare zu " Drei Strategien, drei Depots: Zeit der Auslese"

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  • Wenn Crashs wie 2008 etwas gelehrt haben, ist es a) auf eine gute Vermögensstruktur ankommt + Anleihen einen Schutz bieten und b) das eine Diversifikation über Aktien nur bedingt bis gar nicht funktioniert hat.

    Unter dem Aspekt kann ich nicht verstehen, warum ein "konservatives" Depot eine so hohe Aktienquote besitzt und sich über die schlechte Entwicklung der Anleihen beschwert.

    Anleihen sind keine Renditebringer. Sie reduzieren die Volatilität und letztlich das Risiko eines Portfolios.

    Desweiteren findet ja der Gedanke des "Rebalancing" auch so langsam in hiesigen Gefilden Einzug - d.h. wenn ich eine fixe Aufteilung z.B. 60% Aktien / 40% Anleihen habe, dann kann ich nach einer Korrektur von 20% im Aktienbereich meine Allokation durch den Verkauf von Anleihen und Zukauf von dann billigeren Aktien widerherstellen.

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