Experten sehen bei Wasser-Versorgern Aufwärtspotenzial
Wahl der richtigen Branche lässt die Gewinne sprudeln

Viele Anleger stehen vor einem Dilemma: Wie sollen sie ihr Geld anlegen, wenn sie das erhöhte Risiko eines Einzelinvestments in Aktien scheuen, ihnen ein Gesamtmarkt-Index aber zu breit gestreut ist? Die Lösung: Die Anleger suchen sich eine vielversprechende Branche heraus. Auf diese Weise reduzieren sie beispielsweise das Managementrisiko, das bei einer Investition in einen Einzelwert besteht, profitieren aber von der Entwicklung einer florierenden Branche.

In aufstrebenden Märkten, wie sie in Osteuropa, Südamerika oder auch in Asien zu beobachten sind, weisen bereits die Gesamtmarkt-Indizes hohe Renditen bei zugleich sehr hohen Schwankungen auf. In diesen Märkten empfiehlt es sich nur für den sehr risikofreudigen Anleger in Branchenindizes oder gar in Einzelwerte zu investieren. Ganz anders stellt sich die Situation auf den etablierten Kapitalmärkten dar. In Zeiten eher stagnierender, seitwärts tendierender Börsen lohnt es sich, genauer hinzusehen. Während der Gesamtmarkt auf der Stelle tritt, können bestimmte Branchen attraktive Renditen bieten.

Der Rohstoff-Bereich ist dafür ein Musterbeispiel. Während die Performance von Gesamtmarkt-Indizes eher einstellig ist, steigen Rohstoff-Indizes fast ungebremst. Und dies bezieht sich nicht nur auf die Indizes, die die Rohstoffe an sich abbilden, sondern auch auf Indizes, die die Bewegung von Rohstoffaktien nachvollziehen. Während beispielsweise die Automobilbranche über hohe Rohstoffkosten klagt und die Ergebnisschätzungen wegen dieses Sonderfaktors eher nach unten korrigieren muss, präsentieren Rohstoffkonzerne von Quartal zu Quartal immer neue Rekordergebnisse.

Aber auch wenn die Dominanz von Rohstoff-Themen in allen Medien etwas anderes vermuten lässt, existieren auch andere interessante Branchen.

Wenn der Anleger die Entscheidung für eine Branche getroffen hat, muss die Frage der geographischen Allokation noch geklärt werden. Ein pragmatisches Ausschlusskriterium ist die Verfügbarkeit von entsprechenden Investitionsmöglichkeiten. Für den europäischen Markt hat Dow Jones auf 18 Branchen Indizes begeben, die jeweils auf Europa beziehungsweise die Euro-Zone abzielen. Für den erwähnten Rohstoff-Sektor ist es der Dow Jones Stoxx Basic Resources Europe. Hier investiert der Anleger in einen Korb aus 18 Gesellschaften, die zum Beispiel in den Bereichen Stahl, Industriemetalle, Holz und Papier oder Edelmetalle tätig sind. Dazu gehören Schwergewichte wie BHP Billton, Rio Tinto oder Arcelor.

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