Fallstricke
Börsenaufschwung in Tokio

Innerhalb der letzten zwölf Monate hat der Nikkei-225-Index rund 50 Prozent zugelegt. Anleger sollten jedoch bezüglich Deflation und Zinsen, Wachstum und Politik einige Punkte beachten.

Deflation und Zinsen

Vor sechs Jahren hat ein zu frühes Anziehen der Kurzfristzinsen Japan wieder in die Deflation gezogen. Die Bank of Japan scheint entschlossen, die Nullzinspolitik in diesem Jahr in ersten Schritten zu beenden. Wegen der positiven Marktstimmung besteht die Gefahr, dass die Notenbank die Zinsrisiken unterschätzt.

Wachstum

Die potenzielle Wachstumsrate der japanischen Wirtschaft wird auf real 1,5 bis zwei Prozent geschätzt. Anleger sollten dies im Blick behalten, wenn sie die langfristige Entwicklung der Volkswirtschaft beurteilen.

Verschuldung

Wegen der hohen Staatsverschuldung von bald 160 Prozent des Bruttoinlandsprodukts sind Steuererhöhungen in den nächsten Jahren nicht zu vermeiden. Schon jetzt diskutieren die Politiker über Zeitpunkt und Ausmaß einer Mehrwertsteuererhöhung. Das Fiskaljahr 2008 gilt als möglicher Zeitpunkt.

Politik

Ministerpräsident Junichiro Koizumi tritt im September ab. Wirtschaftlich ist bei keinem der derzeit gehandelten Kandidaten eine Abkehr des aktuellen politischen Kurses wahrscheinlich, doch ob er den Optimismus unter den ausländischen Anlegern so halten kann wie Koizumi bleibt abzuwarten.

Bewertung

Mit einem KGV von 20 sind japanische Aktien nicht mehr billig. Einige Immobilientitel erreichen sogar die Marke von 50, so dass Immobilienanalysten vom Einstieg abraten. bas

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