Geldanlage
Jung, begabt, renditegeil – und erfolglos

Junge Aufsteiger sind besonders anspruchsvoll bei den Vorgaben für ihre Banker. Eine Studie zeigt jedoch: Der Nachwuchs besitzt kaum Finanzwissen. Wie High Potentials ihr Geld anlegen und welche Fehler sie dabei machen.
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Wenn man mit Vermögensverwaltern über den Anlegernachwuchs spricht, zeigen sich mache beeindruckt. Die Aufsteiger, Erben und baldige Clan-Oberhäupter seien besonders fordernd, heißt es. „Diese Zielgruppe ist deutlich besser informiert und wesentlich anspruchsvoller in dem was sie erwartet“, sagt etwa Manfred Schlumberger, Geschäftsführer von BHF Trust. Sie verlangen Transparenz und eine über lange Jahre gute Wertentwicklung.

„Flexibilität, Transparenz, Risiko, Rendite“ seien dem Nachwuchs besonders wichtig, erklärt Heiko Löschen, Geschäftsführer der Vermögensverwaltung Packenius, Mademann und Partner. Ihnen gehe es um Preis und Leistung. „Grundsätzlich besteht ein hohes Kostenbewusstsein bei diesen Anlegern“, sagt Löschen. Der Nachwuchs sei bereit, für die erbrachte Beratungsleistung zu bezahlen. Aber auch nicht mehr.

Jung, anspruchsvoll, renditegeil und ein wenig geizig: So ticken die jungen Anleger. Sie sind jung, talentiert und mancher dürfte in Zukunft in die Chefetage einziehen. Aber so aussichtsreich ihre Perspektiven im Job sein mögen und so sehr sie ihren Banker oder Verwalter zu Höchstleistungen antreiben, so wenig verstehen die Young Professionals anscheinend vom Geld.

Diese Annahme bestätigt zumindest eine Umfrage des Deutschen Instituts für Portfolio-Strategien unter rund 400 potenziellen Aufsteigern. „Jeder Autokäufer ist besser informiert als ein Bankkunde“, sagt Julius Reiter, Fachbereichsvorsitzender des Instituts und prominenter Anlegeranwalt. Selbst bei dieser hochwertigen Zielgruppe sei das Finanzwissen nicht ausreichend, um unabhängige Kaufentscheidungen zu treffen.

Zwar schätzen mehr als 83 Prozent der Befragten ihr Finanzwissen als gut ein. Trotzdem investieren die Aufsteiger vor allem in traditionelle Anlageklassen. 43 Prozent der Befragten besitzen ein Zinskonto, 38 Prozent einen Bausparvertrag, 19 Prozent eine Kapitallebensversicherung.

Angesichts des allgemeinen Zinstiefs, der guten Aussichten im Job und der langfristigen Anlageperspektive raten Vermögensverwalter dieser Zielgruppe zu anderen Anlageklassen. „Für diese Zielgruppe empfehlen wir einen hohen Anteil an risikotragenden Assets, sofern nicht in näherer Zukunft ein Immobilienkauf vorgesehen ist“, sagt etwa Manfred Schlumberger, Geschäftsführer von BHF Trust. Er empfiehlt dieser Zielgruppe einen Aktienanteil von 70 Prozent, einen Rohstoffanteil von 20 Prozent sowie zehn Prozent Rentenanlagen.

Kommentare zu " Geldanlage: Jung, begabt, renditegeil – und erfolglos"

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  • Vielleicht hilft ja dieses Zitat, um Ihnen zu verdeutlichen, wie subjektiv man die "heutige" Zeit zu empfinden vermag: "Die Kinder von heute sind Tyrannen. Sie widersprechen ihren Eltern, kleckern mit dem Essen und ärgern ihre Lehrer."
    (SOKRATES)

  • @Realistin

    Ich erinnere Sie an Ihre Worte sobald sie nicht mehr in Lohn und Brot sind und Ihre Nachkommen Sie im Pflegeheim besuchen sollten.

    Viele Grüße.. Habe Ihren Beitrag mal wieder als Spam gemeldet..

  • @Self-Made-Millionaer

    Dann sollten Sie mal das Interview mit Georg Schramm auf Youtube sich anschauen!! Von einem Menschen, der noch die Chanche bekommen hatte in den 70igern zu studieren!

    Sie schreiben Blödsinn...die meißten jungen Leute sind verkommene Narzissten. Oder nehmen Sie Ihre Umwelt nicht mehr wahr?! Und damit geht die Zivilisation, die friedliche Gesellschaft den Bach herunter!!

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