Insider-Barometer
US-Insider decken sich mit Finanzwerten ein

Die Insiderkäufe bei US-Finanzdienstleistern sind im August auf den höchsten Stand seit 1995 geklettert. Top-Manager von Banken und Versicherungen im Standard & Poor’s 500 Index griffen bei den Aktien ihrer Institute zu, nachdem es an den Märkten deutlich abwärts ging.

HB NEW YORK. Für die Analysten von Muzea Insider Consulting Services und Insider Score sind diese Insiderkäufe das stärkste Kaufsignal, das es geben kann. Hinzu kommt, dass die Aktien nach der Talfahrt günstig bewertet sind: Der Branchenindex der Finanzwerte im S&P 500 war am 15. August auf den niedrigsten Stand seit mehr als einem Jahr abgesackt. Auslöser der Talfahrt waren die Zahlungsausfälle bei Subprime-Hypotheken, die zur Folge hatten, dass die Kreditkosten anzogen.

Vorstandschefs und Aufsichtsratsmitglieder von Banken und Finanzdienstleistern wie Wachovia, American Express, CIT Group und American Capital Strategies haben ihre Aktieninvestments aufgestockt. Insgesamt steckten Insider von S&P-500-Mitgliedern diesen Monat 26,9 Mill. Dollar (19,7 Mill. Euro) in eigene Aktien. Nach dem US-Gesetz sind Top-Manager dazu verpflichtet, Aktienkäufe innerhalb von zwei Geschäftstagen der Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission bekannt zu geben. „Es ist ein gutes Zeichen, dass diejenigen, die den besten Überblick über das Geschäft haben, Vertrauen zeigen und ihr Geld investieren“, sagt Kevin Cronin, Leiter Kapitalanlagen bei Putnam Investments in Boston. „Das macht deutlich, dass einige dieser Finanzwerte übertrieben abgerutscht sind.“ Um davon zu profitieren, hat Putnam in den letzten Wochen die Positionen bei Banken und Versicherungen ausgebaut. Beim S&P 500 ging es in diesem Zeitraum so stark abwärts, wie seit vier Jahren nicht mehr. Zwischen dem 19. Juli und dem 15. August wurden 1,41 Bill. Dollar an Marktwert vernichtet.

„Die Stimmung am Markt ist schlecht, die Bevölkerung verunsichert, viele Hedge-Fonds haben sich zurückgezogen, und jetzt sehen wir diese ganzen Insiderkäufe“, erklärt George Muzea, Gründer und Präsident von Muzea Insider Consulting in Reno, Nevada.

In den sieben Tagen bis zum 14. August war „das stärkste Insider-Vertrauen in der Branche überhaupt auszumachen“, erläutert Silverman. Dabei verweist er vor allem auf Wachovia und auf American Express.

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