Insider-Barometer
Vorstände decken sich für Rally ein

Deutschlands Manager kaufen so viele eigene Aktien wie seit 2003 nicht mehr. Das Signal ist klar: Die Insider erwarten steigende Kurse. Für die Anleger bedeutet dies, dass sie von diesem Trend profitieren können, wenn sich innerhalb von 25 Tagen das nachvollziehen, was die Insider vorgemacht haben.

Deutschlands Vorstände, Aufsichtsräte sowie deren Angehörige haben in den vergangenen Wochen so stark in Aktien ihres Unternehmens investiert wie zuletzt Anfang September 2003. Das geht aus Berechnungen des Forschungsinstituts für Asset Management (Fifam) an der RWTH Aachen hervor, die das Handelsblatt alle zwei Wochen am Montag in Zusammenarbeit mit Commerzbank Private Banking veröffentlicht.

Das Insider-Barometer ist demnach auf 131,09 Punkte gestiegen. Noch vor zwei Wochen lag es bei 113 Punkten, vor vier Woche nur bei 100 Punkten. „Die Firmeninsider haben den Kursrutsch so massiv wie vorher lange nicht zum Einstieg genutzt“, sagt Fifam-Experte Olaf Stotz.

Für die Anleger bedeutet dies, dass sie von diesem Trend profitieren können, wenn sich innerhalb von 25 Tagen das nachvollziehen, was die Insider vorgemacht haben. Eine Rendite von drei bis vier Prozent über der Durchschnittsrendite ist dabei nach Fifam-Berechnungen möglich. Entweder erhöht der Anleger allgemein seine Aktienquote innerhalb des Portfolios, oder er kauft als so genannter „Stockpicker“ gezielt Werte, bei denen Vorstände und Aufsichtsräte zugegriffen haben.

Davon gab es in den letzten drei Monaten jede Menge. Kam es seit Beginn der Aufzeichnungen von Insider-Transaktionen im Jahr 2002 pro Quartal im Schnitt zu 125 bis 130 Käufen und Verkäufen, so gab es in den vergangenen drei Monaten rund 300 Käufe und 160 Verkäufe. „Diese beiden Zahlen sind im historischen Vergleich absolut einmalig und belegen, wie sehr das Thema Insiderhandel in der Breite zugenommen hat“, sagt Olaf Stotz.

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