Insiderkauf
Großmann kauft großes RWE-Aktienpaket

RWE -Chef Jürgen Großmann hat ein Aktienpakt seines eigenen Unternehmens gekauft. Insgesamt gab er gut zwei Millionen Euro für 25 000 Aktien aus. Ein Schnäppchen, denn die Aktie hatte in den vergangenen Tagen rund sechs Prozent an Wert verloren.

HB ESSEN. Der Vorstandsvorsitzende der RWE AG, Jürgen Großmann, hat erneut für gut zwei Mill. Euro Aktien seines Unternehmens gekauft. Dies gab der Essener Dax-Konzern in einer Pflichtmitteilung bekannt. Großmann kaufte demnach am Montag 25 000 RWE -Aktien zum Preis von 80,92 Euro.

Es ist bereits das dritte Mal seit seinem Amtsantritt im Oktober, dass der Vorstandsvorsitzende im großen Stil in RWE -Aktien investiert. Im November und im Januar hatte er für jeweils rund 1,7 Mio Euro Anteile erworben.

Erst am Freitag hatte Großmann der Öffentlichkeit die Ergebniszahlen 2007 sowie seine künftige Strategie präsentiert. Beides fiel nach Ansicht zahlreicher Analysten eher enttäuschend aus. In den vergangenen sechs Tagen hatte die RWE -Aktie rund sechs Prozent an Wert verloren. Am Dienstagnachmittag notierte die Aktie 0,7 Prozent niedriger bei rund 80 Euro.

Die Analysten von M.M. Warburg (MMW) stuften die RWE -Aktie wegen des jüngsten Kursrückgangs hoch, aber auch wegen der "hohen" Dividendenrendite von 3,9 Prozent und der "latent vorhandenen Übernahmegefahr". RWE hat mit den Geschäftszahlen zum vergangenen Jahr zwar die Erwartungen der Analysten enttäuscht. Die Abweichungen seien aber primär auf Sondereffekte zurückzuführen, hieß es bei MMW. Beim zugrundeliegenden operativen Ergebnis seien deutliche Steigerungsraten erzielt worden. Das Unternehmen sei entsprechend zuversichtlich und habe für dieses und die folgenden Jahre einen optimistischen Ausblick gegeben.

Auch die Citigroup passte ihr Kursziel für RWE an, nachdem die Aktie in Reaktion auf die enttäuschenden Geschäftszahlen nachgegeben hat. RWE seien attraktiv bewertet. Zudem überzeuge die Strategie des neuen Vorstands Jürgen Grossman. Zwar dürfte die Verwirklichung einiger Pläne relativ lange Zeit in Anspruch nehmen, doch hätte es ohnhin keine schnellen Lösungen gegeben. Zudem habe der Markt nun Gewissheit. Die Ertragsprognosen des Unternehmens scheinen der Ciigroup konservativ. Das Unternehmen stellt ein mittelfristiges Wachstum seines Gewinns je Aktie um 5 Prozent bis 10 Prozent in Aussicht, während die Analysten mit 12 Prozent rechnen. Die Gewinnschätzungen könnten erhöht werden, wenn der Strompreis in Deutschland nachhaltig über 65 Euro je Megawattstunde steige oder wenn RWE im zweiten Halbjahr 200 Mill. bis 400 Mill. Euro an Kosten einspare.

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