Kinder-Finanzen
Taschengeld allein reicht nicht

Rund 20,40 Euro Taschengeld im Monat bekommen Kinder in Deutschland, zeigt eine Studie. Vielen jobben nebenbei. Auch, um Schulden abzuzahlen. Und fast jedes zehnte Kind bekommt von seinen Eltern gar kein Geld.
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Berlin/DüsseldorfOb für ein Eis, einen Kinobesuch oder für Süßigkeiten nach der Schule - Kinder haben viele Ideen, für die sie ihr Taschengeld ausgeben. Im Schnitt bekommen Neun- bis 14-Jährige 20,40 Euro im Monat von ihren Eltern zur freien Verfügung. Das ergab eine von der Bausparkasse LBS veröffentliche Umfrage („das Kinderbarometer”), bei der rund 10.000 Kinder befragt wurden.

Dabei war für viele Kinder das so bemessene Taschengeld zu niedrig - jedes zweite besserte es mit kleinen Jobs auf. Dieser Anteil ist allerdings in den letzten vier Jahren um elf Prozent gesunken.

Die Einkünfte der Kinder steigen mit dem Alter. Viertklässler erhalten demnach im Schnitt 14,13 Euro Taschengeld, Fünftklässler 18,59 Euro, Sechstklässler 22,24 Euro und Siebtklässler 26,16 Euro. Auch ist die durchschnittliche Höhe des Taschengeldes mit 20,40 Euro fast drei Euro höher als noch vor fünf Jahren. Damals hatten gut 60 Prozent der Kinder zumindest „ab und zu” das Taschengeld zusätzlich aufgebessert, jetzt sind es noch 50 Prozent. Beliebte Jobs: Blumengießen, Rasenmähen, Babysitten.

Aktuell wurden die Kinder auch nach der Motivation für den Nebenjob gefragt: Zwei Drittel wollen sich davon etwas leisten, die Hälfte hat einfach Spaß an der Arbeit und knapp 30 Prozent freuen sich über das Lob der Eltern. Rund ein Fünftel der Kinder will nicht nur Geld verdienen, sondern durch den Job auch etwas lernen und 13 Prozent fühlen sich durch den Zuverdienst erwachsener.

Allerdings arbeiten Kinder auch aus weniger noblen Gründen: Rund drei Prozent von ihnen gaben an, das Geld für das Abbezahlen von Schulden zu benötigen. Und neun Prozent arbeiten deshalb, weil sie von den Eltern gar kein Taschengeld bekommen. In Thüringen bekommt fast jedes fünfte Kind (19 Prozent) kein Geld von seinen Eltern. Hamburger dagegen bekamen fast alle Taschengeld.

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