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Konto mit Feinsteuerung

Private Investoren setzen zunehmend auf individuell gemanagte Wertpapierdepots. Dabei ist das Portfolio genau auf ihr Profil zugeschnitten, wird aber von professionellen Investmentmanagern betreut. Sogar im Hedge-Fond-Bereich greift der Trend schon um sich.

FRANKFURT. Immer mehr private Anleger nutzen Managed Accounts zur Umsetzung ihrer Investmentstrategien. Managed Accounts sind spezielle Wertpapierkonten, die auf den Namen des Anlegers geführt werden, deren Betreuung jedoch professionelle Investment-Manager übernehmen.

Im Gegensatz zu Investmentfonds – wo Vermögen vieler Anteilseigner von Profis verwaltet wird – sind Managed Accounts individuelle Portfolios, die maßgeschneidert auf spezifische Wünsche einzelner Anleger zugeschnitten werden. Traditionelle Fondsmanager stellen ihre Anlageentscheidungen nicht auf die Wünsche einzelner Anleger ab. Besitzer von Managed Accounts haben in dieser Hinsicht größere Spielräume.

Die professionelle Vermögensverwaltung über Managed Accounts sei im Prinzip auf alle Anlageklassen und Anlageprodukte anwendbar, sagt Günter Schlösser, Geschäftsführer von Portfolio Concept in Köln. „Voraussetzung für eine reibungslose Umsetzung des Konzepts ist eine gute Liquidität der zugrunde liegenden Anlageklasse“, sagt Markus Ross von der Ceros Vermögensverwaltung. Wichtig sei zudem, dass Orders für alle auf den Managed-Accounts-Plattformen betreuten einzelnen Konten gleichzeitig, schnell und technisch einfach umsetzbar sind. „Die Aktienmärkte sind hierfür eindeutig am besten geeignet“, sagt Ross.

Managed Accounts seien für private Anleger interessant, weil individuelle Lösungen in der Vermögensverwaltung auf Basis derExpertise von Profis erreicht werden. „Wer sich täglich beruflich mit Finanzmärkten beschäftigt, hat nicht nur einen Wissensvorsprung, sondern oft auch die notwendige Erfahrung“, sagt Schlösser. Während Investmentfonds als „Vermögensverwaltung des kleinen Mannes“ eher anonym sind, haben Anleger bei betreuten Konten hohe Transparenz. Sie können jederzeit auf Daten ihres Kontos zugreifen und entsprechende Umschichtungen zum Beispiel in der Asset Allocation – also der Aufteilung des Vermögens in einzelne Anlageklassen – vornehmen.

„Es gibt Anleger, die Investmentfonds kaufen und diese für viele Jahre in ihren Depots lassen“, sagt Schlösser. Dies mag in ruhigen Zeiten richtig sein. Doch um die Nachwehen der Subprime-Krise so schmerzlos wie möglich zu halten, erachten es Fachleute heute als sinnvoll, den einen oder anderen Wert im Depot auszutauschen oder sogar Umschichtungen in der Asset Allocation vorzunehmen. Solche Maßnahmen sind über Managed-Account-Plattformen recht einfach umzusetzen.

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