Marktausblick
Wie die Sparkassen in die Zukunft schauen

Die Strategen des Sparkassenwertpapierhauses Deka sind für die Aktienmärkte im nächsten Jahr positiv gestimmt – und stimmen darin mit Experten anderer Geldhäuser überein. Kurzfristig könnte es jedoch turbulent werden.
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Frankfurt, New YorkAm Mittwoch wird es ernst in Washington, wenn Janet Yellen nach der zweitätigen Sitzung des Offenmarktausschusses der US-Notenbank Fed voraussichtlich deren Zinsentscheidung verkündet. „Die Fed wird auf ihrer morgigen Sitzung die Zinswende einläuten“, ist auch Ulrich Kater, Chefvolkswirt der Deka, überzeugt. Wie Kater denken aktuell die meisten Strategen und Investoren. An den Finanzmärkten ist eine US-Leitzinserhöhung mit einer Wahrscheinlichkeit von rund 75 Prozent eingepreist.
„Mit diesem Schritt wagen die USA anders als alle anderen finanzkrisengeplagten Volkswirtschaften den Schritt hin zu mehr Normalität im Finanzsystem“, erklärt Kater. „Sollte die Zinswende gelingen, steht sie symbolisch dafür, dass die US-Wirtschaft die größte Finanzkrise seit 80 Jahren überwunden hat.“

Allerdings kann die Entscheidung den Finanzmärkten auch neue Turbulenzen bescheren: Im ungünstigsten Fall könnte die Zinserhöhung die Renditen amerikanischer Staatsanleihen schnell nach oben treiben und zu weiterer Dollarstärke führen, meint er. Die lange Periode der günstigen Finanzierungen der US-Firmen käme damit zum Ende. Fallende Profite und langsam ansteigende Ausfallquoten wären die Folge. „Dieses Szenario kann auch weiter auf den Zins- und Währungsmärkten der Schwellenländer lasten. Viel Negatives ist bereits eingepreist. Insbesondere bei in US-Dollar oder Euro notierten Schwellenländeranleihen gibt es selektiv attraktive Investmentchancen“, erläutert Chefanlagestratege Frank Hagenstein.

Zumindest kurzfristig fürchten andere Bankstrategen auch Schwankungen an den Aktienmärkten. Rein rational betrachtet dürfte es zwar gar keine Reaktionen mehr geben, weil ein Zinsschritt schon lange erwartet wird. Ethan Harris, Chefökonom der Bank of America, sagt: „Da müsste jemand schon mitten in der Wüste auf einer einsamen Insel im Pazifik gelebt haben, um nichts davon mitzubekommen.“

Aber tatsächlich zeigen bereits die Turbulenzen der vergangenen Tage, dass die Anleger immer nervöser werden. Zudem rätseln sie jetzt schon, welche weiteren Schritte 2016 folgen. Sie werden am Mittwoch gespannt auf Hinweise von Yellen oder auf Veränderungen bei den ökonomischen Projektionen der Mitglieder des geldpolitischen Ausschusses der Fed lauern. Yellen wird versuchen, die Märkte zu beruhigen. Aber gelingt ihr das?

Alle sind sich einig, dass die Zinserhöhung „langsam“ erfolgen soll. „Aber was genau heißt ,langsam'?“, fragt Joe LaVorgna, Chefökonom für die USA bei der Deutschen Bank. Die Märkte gehen bislang von einem langsameren Tempo aus als die Fed selbst, während Bankökonomen zum Teil einen recht schnellen Zyklus voraussehen. So rechnet Deka-Chefvolkswirt Kater damit, dass auf den ersten Zinsschritt der Fed in den Jahren 2016 und 2017 einmal pro Quartal eine weitere Anhebung des Leitzinsbandes um 25 Basispunkte folgt.

Kommentare zu " Marktausblick: Wie die Sparkassen in die Zukunft schauen"

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  • Lassen Sie die Leser nur mal brav kommentieren - das gibt Ihnen nämlich das Gefühl, mit ihren Kommentaren irgendetwas bewirken zu können. ;-)
    Wenn hier z.B. 100 Kommentatoren schreiben, dass Merkel weg muss, dann haben die sich nämlich bestenfalls in ihrer eigenen Meinung bestärkt - bewegt haben sie damit aber absolut gar nichts. Man macht sich nur etwas vor.
    Besser wäre es in der Tat, die Menschen ihre Meinung überhaupt nicht mehr in Form von Kommentaren / Leserbriefen äußern zu lassen, damit auch die Illusion wegfällt, dass man damit etwas bewegen kann..
    Dann müssten sie nämlich HANDELN, um tatsächlich etwas zu bewirken.

  • Fragen über Fragen....

    Macht es Sinn einen Kommentar über den Verlauf des Daxes zu schreiben.......

    Ist es von persönlicher Wichtigkeit einen Kommentar zu einem Artikel abzugeben bei dem die Spasskasse in die Zukunft schaut....mmmmh

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