Musterdepots
Aktie schlägt Immobilie

Drei Manager, drei Konzepte, drei Portfolios: Die Musterdepots zeigen, wie man mit Timing und Strategie den Markt schlagen kann. Stratege Alexander Kovalenko warnt vor einseitigen Investments.
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Das Redaktionsdepot: Ulf Sommer, Handelsblatt

Es gibt die alte Börsenweisheit, dass jede Rally an den Aktienmärkten von Bank- und von Logistikpapieren getragen werden muss. So gesehen hat der Aufwärtsschwung einen Kratzer bekommen. Die Kurse der Bankaktien steigen seit der Rede der US-Notenbankchefin Janet Yellen vergangene Woche nicht mehr. Entweder die Banken erholen sich also von dem Rückschlag durch Yellen oder aber die Rally dürfte bald enden. Was aber für eine Fortsetzung der Kurssteigerungen spricht: Bis auf die Banktitel steigen alle Aktien, die Marktbreite der Rally ist noch gesund.

Das Social-Trading-Depot: Alexander Kovalenko, Bayerische Vermögen

Aufgrund der fehlenden Rendite auf Sparanlagen, gepaart mit der traditionellen deutschen Abneigung gegenüber Aktien, erlebt die Bundesrepublik derzeit einen regelrechten Immobilien-Run. Unseres Erachtens bieten jedoch die Dividendenpapiere im aktuellen Umfeld langfristig ein attraktiveres Chance-Risikoprofil, vor allem für diejenigen, die alternativ ihr komplettes Kapital in eine Wohnung oder in ein Haus investieren würden. Wir empfehlen ein diversifiziertes Portfolio, welches neben Immobilien und festverzinslichen Anlagen auf jeden Fall einen signifikanten Aktienanteil beinhalten sollte.

Das Privatbank-Depot: Sönke Niefünd, Otto M. Schröder Bank

Wir erwarten bis zum Jahresende eine Schwankungsbreite von mindestens 1.000 Punkten beim deutschen Leitindex Dax. Das bedeutet, dass die Marke von 11.500 Punkte wieder unterschritten, aber auch kurzzeitig die 13.500-Punkte-Linie überschritten werden könnte. Sollte der Index im Rahmen einer Korrektur unter 12.000 Punkte fallen, möchten wir starke Dividendentitel zukaufen. Hierfür eignet sich gut der Indexfonds „iShares EURO Dividend“ (ISIN: IE00B0M62S72), welcher eine Ausschüttungsrendite von 3,48 Prozent hat. Er enthält 30 dividendenstarke Aktien aus der Euro-Zone. 

Die Regeln der Depots

Die Musterdepots veranschaulichen aussichtsreiche Anlagestrategien und geben Anregungen, mit denen Investoren ihre Renditeziele erreichen können. Im Vordergrund steht nicht ein Wettbewerb zwischen den drei Portfolios, sondern vielmehr die Nachvollziehbarkeit und Transparenz der Anlageentscheidungen für den Leser. Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn, am Freitag, dem 31. Januar 2014, wurden mindestens fünf Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, wann sie investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,25 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern.

Die Beiträge stellen keine Anlageberatung dar, insbesondere geben sie keine Empfehlung zum Kauf der genannten Wertpapiere. Sie sollen einen Anreiz zum Nachdenken und zur Diskussion über Marktentwicklungen und Anlagestrategien geben.

Kommentare zu " Musterdepots: Aktie schlägt Immobilie"

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  • Sehr geehrter Herr Sommer,

    so,so, alte Börsenweisheiten kennen Sie auch. Aber sollen Ihre Leser wirklich daran glauben? Dazu müßten Sie schon tief Atem holen und lang und breit erklären, was hinter der angeblichen Weisheit steckt. Nur einfach so erzählen, "ich habe da was gehört", reicht nur zur Belustigung aus.

    Übrigens: Ich habe eine schwarze Katze gesehen, die unsere Strasse von links überquert hat.

  • Sehr geehrter Herr Kovalenko,

    beim DAX haben wir ein KGV von etwa 14. Wenn das DAX-KGV auf 30 oder 40 steigen würde, würden Sie wahrscheinlich von einer irrationalen Übertreibung oder einer Blase sprechen und Ihren Kunden vom Kauf von Aktien abraten.

    In unseren deutschen Großstädten werden Immobilien sehr häufig mit einem KGV von 30 0der 40 gehandelt. Ich bin der Meinung, dass dies eine Blase ist, die über kurz oder lang korrigiert werden wird. Unter diesem Blickwinkel sind die überteuert gekauften Immobilien Verlustbringer, die auch unter dem Blickwinkel der Streuung nur von Narren gekauft werden sollten.

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