Musterdepots
Börsen-Bullen ade?

Dass die Euro-Krise an den Finanzmärkten vorbeigeht, ist ein Irrtum. Das zumindest glaubt Georgios Kokologiannis und sichert sich ab. Für das Depot von Daniel Hupfer ist Europa dagegen passé. Er investiert anderswo.
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Jeder zweite Börsianer erwartet inzwischen, dass es binnen Jahresfrist den sogenannten „Grexit“ geben wird. Das geht aus einer aktuellen Umfrage der Investmentberatung Sentix hervor. Befragt wurden mehr als eintausend private und institutionelle Anleger aus über 20 Ländern. Die Beteuerungen der Politik, es gebe kein anderes Szenario als den Euro-Verbleib Griechenlands, würden von rund der Hälfte der Investoren nicht für bare Münze genommen - so die Interpretation der Sentix-Experten.

Was die Anleger aber dennoch offensichtlich nur zu gerne glauben möchten: Dass der Beginn eines Auseinanderbrechen der Euro-Zone angeblich keine nennenswerten Auswirkungen auf die Finanzmärkte haben soll. Das behaupten immer mehr Börsen-Optimisten. Ich bin da deutlich skeptischer und habe mein Musterdepot gegen plötzliche Kurseinbrüche am Aktienmarkt nahezu vollständig abgesichert.

 

Absolut übergeordnetes Ziel des defensiv ausgerichteten Musterdepots ist es, bei deutlich geringeren Schwankungen als an den Aktienmärkten eine möglichst kontinuierliche Rendite von im Schnitt sechs bis acht Prozent jährlich zu erreichen. Und seit Auflegung Ende Januar vergangenen Jahres hat das Portfolio bisher eine Per-annum-Rendite von 8,4 Prozent erzielt. Der Wert liegt damit sogar leicht oberhalb der angepeilten Ertragsspanne. Gleichzeitig ist die Volatilität des Portfolios durchgängig niedriger als an den Börsen.

Das soll auch in den kommenden Monaten so bleiben. Ganz egal ob sich die griechische Regierung für den Verbleib des krisengeplagten Landes in der Eurozone entscheidet – oder nicht.

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