Musterdepots
Charttechnik, Fundamentaldaten oder Bauchgefühl?

Die Lage an den Börsen ist schwer einzuschätzen. Die Autoren folgen unterschiedlichen Ansätzen, um Licht ins Dunkeln zu bringen. Doch welche Strategie am Ende die Beste ist, wird sich erst in einigen Tagen herausstellen.
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Das Geschehen an den Aktienmärkten ist derzeit ein Wechselbad der Gefühle. Obwohl der amerikanische S&P-500 und der Dax knapp unter ihren Allzeithöchstständen notieren, ist die Stimmung unter den Marktteilnehmern derzeit mehrheitlich negativ. Und dies obwohl die Belastung durch die Krim-Krise immer geringer wird.

Viele Investoren trauen den aktuellen Indexständen nicht da sie der Meinung sind, die Indizes sind der konjunkturellen Entwicklung und den Unternehmensgewinnen voraus gelaufen. Dazu kommt ein Unbehagen bezüglich der US-Notenbankpolitik, die damit begonnen hat, ihre Liquiditätsspritzen zu verringern. Sollte die aktuelle Geschwindigkeit des Tapering beibehalten werden, läuft das Anleihekaufprogramm am Ende dieses Jahres aus.

Auf der anderen Seite wiederum mehren sich die Anzeichen, dass die europäische Zentralbank weitere expansive geldpolitische Schritte vornehmen wird. Die Verwirrung wird komplett, wenn man die unterschiedlichen Verläufe der Unternehmens-Berichtssaison betrachtet. In den USA war diese gut, in Europa dagegen sehr durchwachsen.

Insgesamt ist es also nicht einfach aus dieser Gemengelage an unterschiedlichen Daten und Entwicklungen die richtigen Schlüsse für die Anlagepolitik zu ziehen. Uns hilft in solchen Marktphasen die Auswertung unserer fundamental geprägten Kapitalmarktmodelle.

Derzeit zeigen uns diese, dass die aktuelle Konjunkturdynamik der Weltwirtschaft leicht positiv ist und Investoren mehrheitlich nach wie vor risikobehaftete Anlageklassen im Gegensatz zu risikofreien Kapitalanlagen präferieren. Da wir auch von der Geldpolitik mit weiterer Unterstützung rechnen, behalten wir zunächst unsere hohe Aktiengewichtung bei.

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