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Die Ruhe vor dem Sturm

In einer Handelsblatt-Umfrage prognostizierten viele Banken einen kräftigen Anstieg des Dax - doch die Realität ist eine andere. Jetzt wird klar: Mit Staatsanleihen hätten Investoren deutlich mehr verdient als mit Aktien.

Finger weg von vermeintlich sicheren Häfen wie Staatsanleihen sowie Edelmetallen - und stattdessen rein in den angeblich viel günstiger bewerteten Aktienmarkt. So lautete Ende vergangenen Jahres nahezu unisono die Empfehlung der meisten Investmentprofis für die kommenden zwölf Monate.

Beim Dax etwa prognostizierten damals in einer Handelsblatt-Umfrage 35 Banken im Schnitt einen kräftigen Indexanstieg auf knapp 11.800 Punkte. Die Realität ist bisher eine andere. Anleger wären besser gefahren, wenn sie das Gegenteil des Empfohlenen umgesetzt hätten. Das veranschaulicht eine aktuelle Auswertung von JP Morgan.

Nachdem die Börsen die ersten einhundert Handelstage 2016 hinter sich haben, zieht die US-Bank jetzt einen Zwischenbilanz: Die meisten Aktienmärkte bewegen sich demnach seit Jahresanfang unterm Strich nur seitwärts. Zwischenzeitlich sind die Notierungen hier sogar deutlich abgerutscht. Mit Staatsanleihen konnten Investoren dagegen bisher im Mittel mehr als acht Prozent verdienen. Der Goldpreis legte sogar um rund ein Viertel zu.

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