Musterdepots
Ein Ende der Hausse ist nicht in Sicht

Drei Manager, drei Konzepte, drei Portfolios: Die Musterdepots zeigen, wie man mit Timing und Strategie den Markt schlagen kann. Depotmanager Ulf Sommer beschäftigt sich mit der positiven Entwicklung im Dax.
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Das Redaktionsdepot: Ulf Sommer, Handelsblatt

Seit dem Frühjahr 2009 hat sich der Dax mehr als verdreifacht. In diesem Jahr ging es bislang um sechs Prozent aufwärts. Ein Grund: Das Wirtschaftsklima in der Euro-Zone ist nach Berechnungen des Ifo Instituts so gut wie seit 17 Jahren nicht mehr. Das Konjunkturbarometer stieg im dritten Quartal rasant auf 35,2 Punkte. Das ist der höchste Wert seit dem Boomjahr 2000. Das starke Wachstum dürfte sich im zweiten Halbjahr 2017 fortsetzen, analysieren die Ifo-Experten. Daraus folgt für die derzeit schwächelnde Börse: Ein Ende der achtjährigen Hausse ist nicht in Sicht.

Das Social-Trading-Depot: Alexander Kovalenko, Bayerische Vermögen

Zu den Vorteilen unseres Anlageprozesses gehört die Meinungsfreiheit sowie der Ausschluss von Emotionen bei Investmententscheidungen. Die Investitionsquote wird über ein Wertsicherungsmodell gesteuert, das von uns nicht überstimmt werden darf. Die Auswahl der Einzeltitel erfolgt aufgrund fundamentaler Kriterien. Dies versetzt uns in eine Lage, in der wir keine explizite Meinung zum weiteren kurzfristigen Verlauf der Börsen brauchen. Zusammen mit unserer Erfahrung bei der Entwicklung der Bewertungsmodelle bildet dies eine robuste Grundlage für unseren Anlageprozess.

Das Privatbank-Depot: Sönke Niefünd, Otto M. Schröder Bank

Mit dem Privatbank Musterdepot haben wir uns drei Ziele gesetzt. Erstens einen langfristigen Vermögenszuwachs zu erzielen, dabei stellen wir uns vier bis fünf Prozent vor. Zweitens: Durch eine hohe Risikostreuung wollen wir eine geringe Schwankungsbreite im Portfolio erreichen. Drittens: Wir wollen nicht nur nachhaltige Renditen erwirtschaften, sondern bereits in der Auswahl von Investments darauf achten, Nachhaltigkeitskriterien mit einzubeziehen. Denn Nachhaltigkeit ist mehr als ein Thema für esoterische Weltverbesserer. Es steigert den realen Anlageerfolg.

Die Regeln der Depots

Die Musterdepots veranschaulichen aussichtsreiche Anlagestrategien und geben Anregungen, mit denen Investoren ihre Renditeziele erreichen können. Im Vordergrund steht nicht ein Wettbewerb zwischen den drei Portfolios, sondern vielmehr die Nachvollziehbarkeit und Transparenz der Anlageentscheidungen für den Leser. Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn, am Freitag, dem 31. Januar 2014, wurden mindestens fünf Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, wann sie investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,25 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern.

Die Beiträge stellen keine Anlageberatung dar, insbesondere geben sie keine Empfehlung zum Kauf der genannten Wertpapiere. Sie sollen einen Anreiz zum Nachdenken und zur Diskussion über Marktentwicklungen und Anlagestrategien geben.

Kommentare zu " Musterdepots: Ein Ende der Hausse ist nicht in Sicht"

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  • Bei ihrer Hause, haben wir Finken Pause und kaufen RCI Hospitality Holdings, Inc
    Damen für die Begleitung des befreiten Mannes, das liebt der Fink und auch der Hannes Ha Ha Ha
    Meint der Investor gar, es ist ein Krankenhaus für wahr, Ha Ha Ha

  • Die Herrschaften vom Depot sollten den Dax öfters füttern, er kann sich kaum bewegen so kraftlos ist er.

  • Sehr geehrter Herr Dr. Sommer,

    mag sein, dass die Wirtschaft kräftig wächst. Mag sein, dass der Euro/Dollar-Kurs unentwegt steigt.

    Aber was ist mit dem Aktienmarkt? Dort haben wir alles andere als eine Hausse. Und weil wir keine Hausse haben, ist auch ihr Ende nicht in Sicht.

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