Musterdepots
Erst einmal abwarten

Drei Manager, drei Konzepte, drei Portfolios: Die Musterdepots zeigen, wie man mit Timing und Strategie den Markt schlagen kann. Privatbank-Stratege Sönke Niefünd bringt die Talfahrt der Autowerte nicht aus der Ruhe.
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Das Redaktionsdepot: Ulf Sommer, Handelsblatt

Ungleichheit in der Anlegerwelt: Private Investoren sind optimistisch gestimmt und spekulieren laut den Zahlen der Stuttgarter Börse Euwax kräftig auf steigende Kurse. Institutionelle hingegen, die an der Frankfurter Terminbörse Eurex handeln, haben auf fallende Notierungen gesetzt. Und sich in den vergangenen Tagen mit ihren Erwartungen durchgesetzt. Wie geht es nach der kräftigen Korrektur am Freitag weiter? Es könnte durchaus sein, dass eine Sommerflaute die Börsen seitwärts tendieren lässt und eine neue Richtungsentscheidung erst zum Sommerende stattfindet.

Das Social-Trading-Depot: Alexander Kovalenko, Bayerische Vermögen

Unser Musterdepot enthält derzeit neben 15 Einzelaktien fünf Zertifikate auf Basis der ausgewählten Wikifolios der innovativen Social-Trading-Plattform wikifolio.com. Eines davon ist das „SR wisdom capital spekulativ“-Wikifolio von Sebastian Reese. Reeses Stärke liegt in einem selbst entwickelten aktiven Handelsansatz. Das Wikifolio wurde von uns zwecks Strategiediversifikation beigemischt. Ansonsten ist unser Musterdepot sehr fundamental ausgerichtet. Dadurch erhoffen wir uns einen stärkeren Anlageerfolg. Bisher hat das Wikifolio diese Funktion erfolgreich erfüllt.

Das Privatbank-Depot: Sönke Niefünd, Otto M. Schröder Bank

Die Automobilwerte belasten die Stimmung am deutschen Aktienmarkt. Aber auch der starke Euro drückt auf die exportorientierten Aktien. Investoren reagieren alarmiert auf die schwerwiegenden Kartellvorwürfe und schicken die Aktien von Daimler, Volkswagen und BMW auf Talfahrt. Der europäische Automobilsektor büßt 1,8 Prozent ein. Wir bleiben erst einmal dennoch investiert. Sinkende Zinserhöhungsfantasien in den USA verhelfen dem Goldpreis zu einem Plus von 0,2 Prozent auf 1.257 Dollar je Feinunze. Damit zieht der Preis für das Edelmetall den siebten Tag in Folge an.

Die Regeln der Depots

Die Musterdepots veranschaulichen aussichtsreiche Anlagestrategien und geben Anregungen, mit denen Investoren ihre Renditeziele erreichen können. Im Vordergrund steht nicht ein Wettbewerb zwischen den drei Portfolios, sondern vielmehr die Nachvollziehbarkeit und Transparenz der Anlageentscheidungen für den Leser. Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn, am Freitag, dem 31. Januar 2014, wurden mindestens fünf Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, wann sie investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,25 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern.

Die Beiträge stellen keine Anlageberatung dar, insbesondere geben sie keine Empfehlung zum Kauf der genannten Wertpapiere. Sie sollen einen Anreiz zum Nachdenken und zur Diskussion über Marktentwicklungen und Anlagestrategien geben.

Kommentare zu " Musterdepots: Erst einmal abwarten"

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  • @Herrn Sönke Niefünd

    Wie ist das eigentlich mit der Aufwertung des Euros? Sie meinen, der starke Euro drückt auf die exportorientierten Aktien.

    Auf der anderen Seite steht die jüngste Ifo-Umfrage bei 7000 Unternehmen, die heute publiziert worden ist. Das Forschungsinstitut berichtet von einer euphorischen Stimmung unter den Führungskräften und sagt ausdrücklich, selbst die Aufwertungen des Euro können die Stimmung nicht dämpfen. Und der Ifo-Experte Wohlrabe meint dazu, dass die Unternehmen dies gut wegstecken.

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