Musterdepots
Euro-Dollar-Kurs im Fokus

Drei Manager, drei Konzepte, drei Portfolios: Die Musterdepots zeigen, wie man mit Timing und Strategie den Markt schlagen kann. Handelsblatt-Redakteur Ulf Sommer blickt auf Donald Trumps Kampf gegen den starken Dollar.
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Das Redaktionsdepot: Ulf Sommer, Handelsblatt

Man kann über das politische Chaos in den USA den Kopf schütteln, aber ein Ziel hat US-Präsident Donald Trump erreicht: Er wollte einen schwachen Dollar, und den hat er gegenüber dem Euro bekommen. Die europäische Gemeinschaftswährung notiert mit über 1,16 US-Dollar auf einem Zweijahreshoch. Es gibt viele Argumente, dass dieser Trend anhält – allen voran die stärker werdende Konjunktur in der Euro-Zone. Und man darf nicht vergessen: Die immer größer werdenden Zweifel an den „Trumpo‧nomics“, der Wirtschaftspolitik des Präsidenten, schwächen den Greenback.

Das Social-Trading-Depot: Alexander Kovalenko, Bayerische Vermögen

Die guten Konjunkturdaten aus China haben am Dienstag dem Kupferpreis Rückenwind gegeben. China ist mit seinen mehr als 1,3 Milliarden Einwohnern der weltweit größte Abnehmer des Industriemetalls. Der Kupferpreis stieg um etwa 2,5 Prozent und erreichte somit den höchsten Stand seit etwa fünf Monaten. Dies hat wiederum einen Impuls für steigende Kurse bei den Minenbetreibern ausgelöst. Davon profitierten unter anderem der australisch-britische Rohstoffkonzern BHP Billiton und Anglo American mit Hauptsitz in London, welche sich in unserem Musterdepot befinden.

Das Privatbank-Depot: Sönke Niefünd, Otto M. Schröder Bank

Unsere Anlagestrategie fußt auf Nachhaltigkeitskriterien. Alexander Bassen, Professor an der Universität Hamburg, belegt mit der größten Metastudie im Bereich Nachhaltigkeit, dass es einen positiven oder zumindest neutralen Zusammenhang zwischen Nachhaltigkeitsaspekten und Finanzergebnissen bei über 95 Prozent der Aktienanlagen sowie bei allen Renten- und Immobilienanlagen gibt. Diese Erkenntnisse bedeuten aber nicht, dass nachhaltige Geldanlagen keine Risiken bergen. Nachhaltige Investments sind keine homogene Anlageklasse, sondern eine Anlagephilosophie.

Die Regeln der Depots

Die Musterdepots veranschaulichen aussichtsreiche Anlagestrategien und geben Anregungen, mit denen Investoren ihre Renditeziele erreichen können. Im Vordergrund steht nicht ein Wettbewerb zwischen den drei Portfolios, sondern vielmehr die Nachvollziehbarkeit und Transparenz der Anlageentscheidungen für den Leser. Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn, am Freitag, dem 31. Januar 2014, wurden mindestens fünf Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, wann sie investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,25 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern.

Die Beiträge stellen keine Anlageberatung dar, insbesondere geben sie keine Empfehlung zum Kauf der genannten Wertpapiere. Sie sollen einen Anreiz zum Nachdenken und zur Diskussion über Marktentwicklungen und Anlagestrategien geben.

Kommentare zu " Musterdepots: Euro-Dollar-Kurs im Fokus"

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  • Sehr geehrter Herr Dr. Sommer,

    über das Wachstum diesseits und jenseits des Atlantiks kann man lange diskutieren. Beginnen wir mit Europa. Dass die EU-Länder Maßnahmen zur Verbesserung ihrer Wettbewerbsfähigkeit ergriffen hätten, ist mir nicht aufgefallen. Mir scheint, dass die höheren Wachstumsraten auf die ultra lockere Geldpolitik zurückgehen. Dieser Stimulus ist zeitlich begrenzt, er kann nicht dauerhaft beibehalten werden.

    Mag sein, dass in den USA viele Anleger enttäuscht sind, dass Trump seine wirtschaftspolitische Agenda nicht durchsetzen kann. Aber die USA erreichen dennoch ähnlich hohe Wachstumsraten wie Europa. Und zwar mit einem deutlich kleineren geldpolitischen Stimulus. Aber mit wirtschaftspolitischen Erfolgen auf dem Felde der Deregulierung der Banken und einem Aufstieg zur dominierenden weltpolitischen Energiemacht.

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