Musterdepots
Fed hat die Anleger nicht enttäuscht

Die am Mittwoch veröffentlichten Fed Protokolle haben Anlegern endlich Klarheit über die Politik der US-Notenbank verschafft, findet „Handelsblatt”-Autor Daniel Hupfer. Eine Zinserhöhung im April? Eher nicht.

DüsseldorfEnde vergangener Woche haben die Kapitalmarktteilnehmer ihr Augenmerk verstärkt auf die Veröffentlichung der Protokolle der letzten Notenbanksitzungen der US-Notenbank und der Europäischen Zentralbank gelegt. Sie erhofften sich Klarheit über die zukünftige Geldpolitik der Notenbanker. Und die Hoffnungen wurden auch nicht enttäuscht.

Aus dem Protokoll der US-Notenbank wird deutlich, dass zwar kontrovers über die Notenwendigkeit, Termine und Anzahl der Zinserhöhungsschritte diskutiert wurde, allerdings die Vorsicht im Offenmarktausschuss trotz der weiterhin guten Arbeitsmarktdaten in den USA doch überwiegt. Die aktuelle Inflationsentwicklung, die von einigen Marktteilnehmern schon als Begründung für schnellere und stärkere Zinsanhebungen herangezogen wurde, sei doch stark von sehr volatilen Komponenten geprägt und daher ein nachhaltiger Preisanstieg sehr unwahrscheinlich.

Die Vorsicht der US-Notenbank begründet sich aber hauptsächlich darin, dass es weiterhin zahlreiche externe Gefahren für die Entwicklung der US-Wirtschaft gebe, die auch zu den Turbulenzen an den Kapitalmärkten zu Jahresbeginn geführt hätten. Auch die sich abschwächende Dynamik in der Entwicklung der Weltwirtschaft macht dem Offenmarktausschuss Sorgen. Das Protokoll zeigt eindeutig, dass eine nicht zu vernachlässigende Anzahl an Fed-Ökonomen sich gegen eine Zinserhöhung im April ausgesprochen hat.

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