Musterdepots
Staatsanleihen aus der Peripherie bleiben attraktiv

Seitdem die EZB Milliarden Euro in die Märkte pumpt, purzeln die Renditen europäischer Staatsbonds. Daniel Hupfer schließt bei Bundesanleihen sogar ein Abrutschen unter die Null-Prozent-Grenze nicht mehr aus.
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Wir haben unsere Zinsprognose für zehnjährige Bundesanleihen für das Jahresende 2015 von 0,5 Prozent um 40 Basispunkte auf 0,1 Prozent gesenkt. Wir können uns durchaus vorstellen, dass die Renditen für zehnjährige Bundesanleihen zur Mitte des Jahres die Null-Prozent-Grenze sogar unterschreiten und dann zum Ende des dritten und im Laufe des vierten Quartals wieder leicht ansteigen.

Und zwar basierend auf einer sich weiter verbessernden konjunkturellen Entwicklung innerhalb der Eurozone und der ersten Zinserhöhung in den USA. Dieser werden sich die europäischen Staatsanleihen nicht in Gänze entziehen können, obwohl die Korrelation in den letzten Monaten deutlich abgenommen hat.

Für die Staatsanleihen der Peripherie (ohne Griechenland) rechnen wir weiterhin damit, dass die Zinsdifferenzen zu Bundesanleihen abnehmen werden. Die Zinsdifferenz zwischen Bundesanleihen auf der einen und italienischen und spanischen Staatsanleihen auf der anderen Seite liegt für Papiere mit einer Restlaufzeit von zehn Jahren derzeit bei über 100 Basispunkten.

Diese Zinsdifferenz dürfte sich im Jahresverlauf bis auf circa 70 Basispunkte einengen. Die Rendite dieser Papiere dürfte somit noch stärker fallen als die der Bundesanleihen, was sich spiegelbildlich in stärker steigenden Kursen zeigen wird. Wir halten Staatsanleihen aus der Peripherie mit langen Restlaufzeiten daher nach wie vor für attraktiv.

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