Musterdepots
War die Kurskorrektur nur ein Ausrutscher?

Daniel Hupfer ist überzeugt, dass sich an den Rahmenbedingungen der Dax-Hausse nichts gerändert hat. Der Leitindex bleibt nach seinen Verlusten auf einem Wachstumspfad. Georgios Kokologiannis sieht das ganz anders.
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Die jüngste Korrektur an den Aktienmärkten betrifft vor allem Europa. Während der Dax und der Euro Stoxx 50 deutliche Kurseinbußen zu verzeichnen hatten, bewegt sich der S&P-500 in US-Dollar gerechnet nach wie vor auf Rekordständen. Wir halten es für wahrscheinlich, dass es vor allem ausländische Investoren waren, die ihre (währungsgesicherten) Positionen in Europa reduziert haben. Dabei dürften vor allem technische Gründe wie Gewinnmitnahmen eine Rolle gespielt haben.

Fundamental sehen wir – abgesehen von der bereits angesprochenen Schwäche der US-Konjunkturdaten sowie schwächerer Zahlen aus China – nur wenig überzeugende Argumente für den Abverkauf deutscher und europäischer Aktien. So wird immer wieder angeführt, dass europäische Aktien aufgrund des stärkeren Euro nun weniger attraktiv als zuvor wären. Schließlich war der starke deutsche und europäische Aktienmarkt zuvor auch mit einem fallenden Euro einhergegangen.

Doch hier droht eine Verwechslung zwischen Korrelation und Kausalität. Denn der fallende Euro ist vor allem eine Folge der expansiveren Geldpolitik der Europäischen Zentralbank, die weiterhin fortgeführt wird. Diese wirkt jedoch nicht nur über eine Schwächung des Außenwertes der gemeinsamen Währung, sondern aktuell auch über bessere Refinanzierungskonditionen für die Unternehmen, eine höhere Kreditvergabe sowie steigende Geldmengenaggregate.

Zudem bleibt der Euro gegenüber dem US-Dollar auch bei einem Stand von aktuell etwa 1,11 deutlich günstiger als zu Jahresbeginn (1,20 US-Dollar je Euro) oder als vor einem Jahr (1,39 US-Dollar je Euro), was sich über einen längeren Zeitraum in den Unternehmensgewinnen zeigen wird.

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