Musterdepots
Was gegen die Optimisten spricht

Drei Manager, drei Konzepte, drei Portfolios: Die Musterdepots zeigen, wie man mit Timing und Strategie den Markt schlagen kann. Stratege Ulf Sommer nimmt die Korrektur an den Börsen unter die Lupe.
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Das Redaktionsdepot: Ulf Sommer, Handelsblatt

Hat die Korrektur, einschließlich zwischenzeitlich kurzer Erholung, längst begonnen? Leser diskutieren die Frage kontrovers. Solange die Wirtschaft läuft und die Notenbanken mit ihren niedrigen Zinsen die Liquidität hochhalten, bestehe kein Anlass zur Sorge, ist die Meinung der Optimisten. Dagegen spricht: Wenn Anleger mehr Geld von der Börse abziehen, weil sie ihre Gewinne realisieren, als sie neues Geld in die Aktienmärkte stecken, dann sinken die Kurse – und die Korrektur ist da. Dafür bedarf es dann keines Wirtschaftsabschwungs und auch keiner höheren Zinsen.

Das Social-Trading-Depot: Alexander Kovalenko, Bayerische Vermögen

Die deutschen Exporte sind im Mai unerwartet stark um 1,4 Prozent zum Vormonat gestiegen. Die Volkswirte haben im Durchschnitt mit einem deutlich geringeren Wachstum gerechnet. Die gute Nachfrage nach deutschen Produkten aus dem Ausland stellt unserer Meinung nach unter anderem einen weiteren Beweis für die anziehende Weltkonjunktur dar. Eine gesund wachsende Weltwirtschaft, ein nach wie vor niedriges Zinsniveau in den meisten Industrieländern sowie steigende Unternehmensgewinne stimmen uns positiv für die weitere Entwicklung der Aktienmärkte.

Das Privatbank-Depot: Sönke Niefünd, Otto M. Schröder Bank

Die zuletzt gebeutelten Technologiewerte haben sich etwas erholt, so auch die Papiere von Infineon. Die nächsten Tage werden zeigen, ob dies ein andauernder Trend ist. Die jüngste Volatilität an den Anleihemärkten hat erneut Ängste in Europa geweckt. Seit langem fragen sich Anleger, wie sich das Ende der quantitativen Lockerung auf die europäische Peripherie auswirken wird. Mit Spannung warten wir auf die Anmerkungen von Fed-Chefin Janet Yellen am Mittwoch und Donnerstag. Zudem läuft die Berichtssaison an. Am Freitag legen mehrere große Bankhäuser Quartalszahlen vor.

Die Regeln der Depots

Die Musterdepots veranschaulichen aussichtsreiche Anlagestrategien und geben Anregungen, mit denen Investoren ihre Renditeziele erreichen können. Im Vordergrund steht nicht ein Wettbewerb zwischen den drei Portfolios, sondern vielmehr die Nachvollziehbarkeit und Transparenz der Anlageentscheidungen für den Leser. Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn, am Freitag, dem 31. Januar 2014, wurden mindestens fünf Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, wann sie investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,25 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern.

Die Beiträge stellen keine Anlageberatung dar, insbesondere geben sie keine Empfehlung zum Kauf der genannten Wertpapiere. Sie sollen einen Anreiz zum Nachdenken und zur Diskussion über Marktentwicklungen und Anlagestrategien geben.

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