Niedrige Zinsdifferenz zeigt hohes Vertrauen der Investoren in das Land - Wirtschaft boomt
Mexikanische Aktien haben mittelfristig Potenzial

Die große Euphorie, die den Kursen an der mexikanischen Börse in den ersten vier Monaten des Jahres zu historischen Höchstständen verholfen hat, ist vorerst verflogen. Nachdem der IPC-Aktienindex der Bolsa de Valores (BMV) bis Mitte April von einem Allzeithoch zum nächsten geeilt war und bei fast 10 900 Punkten stand, musste das Barometer zwischenzeitlich starke Abschläge hinnehmen. Am Montag ging der Index bei 10 187 Punkten aus dem Handel.

MEXIKO–STADT. „Wir sehen derzeit eine Phase der Konsolidierung, die noch einige Zeit andauern wird“, sagte Alejandro Garza, Analyst beim Investmenthaus NSC Asesores. Auch das Börsenhaus Arka geht kurz- bis mittelfristig von einer Seitwärtsbewegung des IPC aus. Mittel- bis langfristig aber deuteten die Zeichen auf eine weitere Hausse, stimmen die Finanzexperten überein.

„Die Unternehmensergebnisse sind gut, die Wirtschaft boomt wie lange nicht mehr und die meisten Aktien sind noch immer preiswert“, begründet Damian Fraser von UBS Warburg den positiven Ausblick seiner Bank. Der mexikanische Markt ist für UBS Warburg nach Brasilien der wichtigste in Lateinamerika. In den vergangenen 52 Wochen hat der mexikanische Index eine wahre Rallye hingelegt und rund 50 Prozent zugelegt. Allein seit Beginn des Jahres stiegen die Kurse um 15 Prozent.

UBS-Analyst Fraser hält es aber für durchaus denkbar, dass der Index noch in diesem Jahr wieder die Grenze der 10 900 Punkte erreicht.

Für Alejandro Garza hängt der Zeitpunkt der erwarteten Aufwärtsbewegung an der mexikanischen Börse vor allem von externen Faktoren ab. Die Entwicklung der Konjunktur in den USA als wichtigstem Wirtschaftspartner, der erwartete Zinsschritt der US-Notenbank und die Wahlen im nördlichen Nachbarland definierten die Performance des Barometers, betonte der Analyst von NSC Asesores.

Das gestiegene Vertrauen in den mexikanischen Aktienmarkt und in die Wirtschaft des Landes belegen auch die jüngsten Börsengänge nationaler Unternehmen. Nachdem es zwei Jahre lange keine Neuemission gegeben hatte, gingen in diesem Jahr bereits zwei Firmen an die Börse, die dritte Emission steht unmittelbar bevor. Die Neuemissionen kompensieren zum Großteil den Verlust nationalen Kapitals am IPC nach dem Verkauf der Bank Bancomer und des Zement-Unternehmens Apasco an ausländische Eigentümer. „Die Börse ist wieder attraktiv für die Unternehmen geworden“, sagt Arka-Analyst Esteban Rojas.

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