Research-Start-ups
Wissen, was sich zu bezahlen lohnt

PremiumBislang zahlten Investoren nur indirekt für Analystenstudien – über Handelsgebühren, die ihnen die Banken in Rechnung stellen. Nun sollen in der EU strengere Regeln gelten. Das bietet neue Geschäftschancen für Start-ups.

LondonEr hatte schon seit Jahren so eine Ahnung, dass es so nicht weitergehen würde: „In der Welt des Investmentbanking, in der alles seinen Preis hat, kam es mir sonderbar vor, dass Banken ihr Analystenresearch zum Nulltarif herausgeben“, erzählt der ehemalige Fondsmanager Jeremy Davies, „oder zumindest ohne eindeutige Preise.“ Bisher bezahlen viele seiner Ex-Kollegen im Fondsmanagement für Studien indirekt über Gebühren, die Banken ihnen für den Handel mit Aktien in Rechnung stellen.

Als europäische Finanzaufseher vor gut drei Jahren begannen, sich das Thema genauer vorzunehmen, hatte Davies keinen Zweifel: Die Branche wird bald ein neues Bezahl- und Vermarktungsmodell für Wertpapieranalysen...

 
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