Spezielle Segmente
Die Wundertüten der Fondsbranche

Sie versprechen Renditen in speziellen Anlagesegmenten: Mikrofinanz- und Infrastrukturfonds, Sonstige Sondervermögen, Volatilitäts- oder auch die 130/30-Fonds. Doch nicht jede Wundertüte ist ein Gewinn. Ein Überblick.

Mikrofinanzfonds
Was fürs Herz: Bis zu 75 Prozent des Portfolios sind unverbriefte Kredite an Kleinunternehmen in Entwicklungsländern. Um sicherzustellen, dass das Geld auch wirklich bei finanzschwachen Existenzgründern landet, müssen 60 Prozent der im Portfolio enthaltenen Kredite unter 5 000 Euro liegen. Bisher sind erst zwei solcher Fonds auf dem deutschen Markt: Dual Return Vision Microfinance (Axxion) und Responsability Global Microfinance (Credit Suisse). Im Jahresvergleich kam lediglich der Fonds von Credit Suisse mit plus 6,4 Prozent auf eine nennenswerte Rendite. Doch die Verwaltungsgebühr von 2,2 Prozent pro Jahr ist zu hoch.

Infrastrukturfonds
Künftig sollen sich Privatanleger wie Profis an Projekten, die Staat und Privatwirtschaft gemeinsam finanzieren (Private-Public-Partnership), beteiligen. Diese Projekte müssen mindestens 60 Prozent des Portfoliowerts ausmachen. Vorgeschrieben ist eine Möglichkeit zur Anteilsrückgabe einmal pro Jahr, bei manchen geht es zweimal. Bisher gibt es keine Angebote für Privatanleger. Als Alternative bleiben Anlegern Aktienfonds, die in Infrastrukturtitel investieren. Vorteil: Anteile lassen sich jederzeit wieder veräußern.

Volatilitätsfonds
Mit Derivaten wie etwa Indexoptionen versuchen sie auch in fallenden oder stark schwankenden Märkten Wertzuwächse zu erzielen. Die Bilanz der bereits gestarteten Volatilitäts-Portfolios ist gemischt. Zu den besseren gehört der geldmarktnahe CA Dynarbitrage Volatility, der in den vergangenen zwölf Monaten um 4,6 Prozent zulegte.

Sonstige Sondervermögen
Die neuen Wundertüten der Fondsbranche dürfen bis zu 30 Prozent in unverbriefte Kredite und Edelmetalle sowie weitere 20 Prozent in nicht börsennotierte Unternehmen investieren.

130/30-Fonds
Hinter dem kryptischen Namen steckt eine bei Hedgefonds beliebte Anlagestrategie: Der Fondsmanager investiert beispielsweise 100 Millionen Euro in Aktien. Für weitere 30 Millionen Euro verkauft er Aktien, die er nicht besitzt, sondern sich nur geliehen hat. Mit dem sogenannten Leerverkauf wettet der Fondsmanager auf fallende Kurse. Geht die Wette auf, kann er den Wertzuwachs nach oben hebeln. Läuft der Deal schief, weil er die verkauften Aktien später teurer zurücknehmen muss, verliert der 130/30-Fonds mehr als ein konventioneller Aktienfonds.

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