Tagesgeld bleibt überwiegend unverändert
Banken erhöhen erneut Festgeldzinsen

Festgeldkonten werfen wieder mehr Ertrag ab. Im Juni erhöhte erneut ein Viertel der Banken und Sparkassen ihre Festgeldzinsen für zwölf Monate, diesmal sogar im Durchschnitt um 0,2 Prozentpunkte. Im Mai waren es 0,1 gewesen. Offenbar erwarten die Geldhäuser, dass die Leitzinsen steigen.

rez FRANFKURT/M. Dabei rechnen Investoren am Geldmarkt und Ökonomen Ende Juni mit der ersten Erhöhung der US-Leitzinsen seit Jahren. In der Eurozone sehen sie aber frühestens Ende des Jahres einen Zinsschritt.

Am großzügigsten gibt sich die niederländisch-türkische Garanti Bank, die für Festgeld über zwölf Monate mit 3,25 Prozent nun um 0,45 Prozentpunkte mehr zahlt. Den attraktivsten Zinssatz bietet aber weiterhin die österreichisch- türkische Deniz Bank mit 3,3 Prozent. Bei diesen wie auch anderen Top-Anbietern müssen Anleger allerdings mit einem verringerten Einlagenschutz von höchstens 20 000 Euro leben. Verbraucherschützer raten daher, dort nur bis zu dieser Summe Geld anzulegen.

Die aktuellen Tagesgeldkonditionen der Banken (pdf-Format)

Schlechte Erfahrungen hat die Deniz Bank seit Mai übrigens mit einer Eröffnungsgebühr von sechs Euro gemacht, mit der die Direktbank die Kosten für die Identifikation neuer Kunden bei der Post an den Kunden weitergeben wollte. „Weil das sehr negativ ankommt, wird die Gebühr zum Juli wieder abgeschafft“, sagt Sigrid Herbst von der FMH Finanzberatung.

Die aktuellen Festgeldkonditionen der Banken (pdf-Format)

Die Tagesgeld-Angebote blieben im Juni nahezu stabil. Wer also sein Geld so kurzfristig wie möglich anlegen möchte, um flexibel zu bleiben, muss im Mittel mit einem Zins von rund zwei Prozent zufrieden sein. Zu den besten Zinssätzen zählen aber weiterhin die drei Prozent der 1822 direkt. Zu dem Tagesgeldkonto gehören eine Bank- und eine Kreditkarte. Dafür verlangt die Direktbank-Tochter der Frankfurter Sparkasse vier Euro Gebühren im Monat. Mehr bietet derzeit nur das Wertpapierhaus Driver & Bengsch mit 3,5 Prozent. Wermutstropfen: Nur Neukunden, die bis zu 25 000 Euro anlegen, erhalten diesen Top-Zinssatz – allerdings für drei Monate garantiert. Andere Kunden müssen mit dem Euribor-Satz von aktuell rund 1,3 Prozent Vorlieb nehmen. Eine ähnliche Aktion zur Werbung neuer Kunden hat die Ethik Bank gestartet: Neukunden erhalten bis zu 20 000 Euro 2,9 Prozent Zinsen, der Satz wird für sechs Monate garantiert. Für höhere Summen gibt es nur 2,05 Prozent.

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