Umfrage
Was Vermögensverwalter jetzt empfehlen

Schulden, überall nur Schulden. Um einige europäische Staaten ist es nicht gut bestellt. Aber was heißt das für Anleger? Das Handelsblatt hat Vermögensverwalter gefragt, was sie in diesen unsicheren Zeiten empfehlen.
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Wie reagieren Sie auf die Schuldenkrise?

Die Staatsschuldenkrise beeinflusst unsere Anlageentscheidungen erheblich. Aktien mit guten Bilanzen und überschaubarer Geschäftsentwicklung erscheinen uns in diesem Zusammenhang vergleichsweise sicher, was für Staatsanleihen nicht unbedingt gilt. Wir könnten uns durchaus vorstellen, die Aktienquote noch weiter zu erhöhen. Allerdings könnten die Aktienmärkte bereits im Januar oder Februar zu Übertreibungen neigen.

Jens Ehrhardt, DJE Kapital

Können Sie sich vorstellen, von Staatsanleihen auf Aktien umzusteigen?

Wir vermeiden europäische und amerikanische Staatsanleihen. Dies gilt auch für staatsnahe Unternehmen oder Firmen mit Staatsbeteiligung wie zum Beispiel Commerzbank, KfW und Landesbanken. Da unsere Aktienquote meistens bei circa 90 Prozent liegt, mit Ausnahme von 2008, steht hier keine weitere Erhöhung an.

Georg Thilenius, Dr. Thilenius Management

Bieten Bundesanleihen Sicherheit?

Sicherheit muss für die Zukunft anders definiert werden als in der historischen Betrachtung. Eine zehnjährige Bundesanleihe ist nominal sicher. Real wird eine solche Anlage aber einen erheblichen Vermögensverlust bedeuten.

Bert Flossbach, Flossbach & von Storch

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  • Die Nutzbarkeit der verschiedenen Aussagen der Verwalter ist für mich, als Anleger und auch als Vorstand - und damit als Verantwortlichen - für ein größeres Stiftungsvermögen, gleich NULL. Die Frage bleibt: Was hilft wirklich?

    1. Anregungen – ohne Gewähr. Die Aussagen von den so genannten Experten können wirklich nur Anregungen sein. Warum? Ganz einfach - wenn Sie den Empfehlungen vertrauen und sie funktionieren nicht, dann ist es ihr Geld, das weniger wird oder ganz verloren ist.
    2. Selbstverantwortung - "ich habe dem berater vertraut, schließlich ist er doch Experte", hilft meist nicht wirklich. Also kaufen Sie wirklich nur Anlagen, die Sie wirklich ehrlich verstehen und beurteilen können. im Zweifelsfalle: Finger weg oder wirklich bewusst für das Vertrauen in den Empfehlungsgeber entscheiden - mit allen Konsequenzen.
    Alles andere ist mangelnde Selbstverantwortung und zeugt häufig von einem nicht ausreichenden Vertrauen in die eigenen Entscheidungen (Selbstvertrauen).
    3. Akzeptieren Sie die Realität. - Niemand kann in die Zukunft blicken. Die so genannten wissenschaftlichen Methoden sind nur primitive Hilfskonstruktionen mit professionellem Anstrich. Warum ich das so sehe? Nun, wer hat den Crash vom 11.9. vorzeitig erkannt? Welcher Experte die letzte Krise konkret vorhergesagt? Wie viele Experten sind wirklich erfolgreicher als der index (benchmark)?
    4. Die richtigen Fragen stellen. - Was könnte steigen? Hier gilt es anstatt "entweder - oder" die Lösung in "sowohl als auch" zu finden. Damit kommen Sie automatisch zu einer sehr individuellen Anlagestruktur.
    5. Warum nicht? – Warum sollen andere Anlagen nicht steigen? ist ein gleicher Anteil im Gesamtvermögen sinnvoll?
    6. Prüfen Sie ob die Volatilität (Schwankungen in der Vergangenheit) ihren Risikovorstellungen entspricht. Damit kommen Sie zu einer guten Vorselektion.
    7. Anlagemix regelmäßig prüfen - Finden Sie einen gut ausbalancierten Anlagemix und überprüfen Sie regelmäßig die aktuelle Zusammensetzung.
    8. Verantwortung - Stehen Sie zu ihren Entscheidungen und lernen Sie draus. Die andere Alternative zum Anlagemix ist die gezielte Spekulation mit Einzeltiteln, Ländern, Währungen, Rohstoffen, branchen, Trends, …
    9. Trennen Sie sich vor der illusion zum günstigsten Kurs zu kaufen. Es klappt nur in Ausnahmefällen. Kaufen Sie, wenn ein Trend erkennbar wird.
    10. Trends enden ohne Vorwarnung - Legen Sie selbst eine Watchlist an. Seien Sie besonders achtsam, wenn die Experten Trends entdecken, oft droht kurz danach der Absturz.
    11. Verkaufen Sie konsequent bei rückläufigen Kursen- (z.b. bei 10% Verlust) und schneiden Sie damit drohende Verluste ab.
    12. Lassen Sie Gewinne so lange es geht laufen - doch sichern sie diese konsequent gegen rückläufige Entwicklungen ab.

    Trennen Sie sich von der illusion immer Recht haben zu müssen. Es erleichtert das Leben und ist realistischer. Verluste gehören zur Geldanlage untrennbar dazu. Entscheidend ist, dass die Gewinne überwiegen. Viel Erfolg dabei wünscht ihnen –

    Robert Knitt von der iMbEMA-Consult GmbH

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